Wirtschaft : Schlimmster Jobmangel seit der Wiedervereinigung

WIESBADEN (dpa).Der massive Arbeitsplatzabbau in Deutschland hat sich auch 1997 fortgesetzt.Im Vorjahr fielen dem Rotstift 463 000 Jobs zum Opfer.Laut Statistischem Bundesamt waren damit nur noch knapp 34 Millionen Menschen erwerbstätig, 1,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor."Das war der tiefste Stand seit der Wiedervereinigung", teilte die Behörde mit.Die Zahl der registrierten Arbeitslosen stieg 1997 um 10,6 Prozent auf durchschnittlich 4,4 Millionen Menschen an.Somit waren in Deutschland 11,4 Prozent aller Erwerbspersonen arbeitslos gemeldet.Die meisten Stellen büßte das produzierende Gewerbe ein.400 000 Arbeitnehmer weniger als im Vorjahr fanden hier Arbeit.In Handel und Verkehr gingen 100 000 Stellen verloren - nur im Dienstleistungsgewerbe wurden 170 000 Stellen geschaffen.Während sich der Abbau in den alten Bundesländern mit 275 000 Personen abschwächte, sackte die Beschäftigtenzahl in den neuen Ländern und Berlin-Ost nochmals stärker als im Vorjahr um 188 000 auf 6,1 Millionen Personen ab.

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