Wirtschaft : Schmoldt droht mit Bündnis-Ende

HAMBURG (AP). Gewerkschaftschef Hubertus Schmoldt hat mit dem Abbruch der Gespräche zum Bündnis für Arbeit gedroht, falls es in der Spitzenrunde Anfang Juli keinen Durchbruch gibt. Der Vorsitzende der Gewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie sagte der Bild-Zeitung, bisher sei die Runde aus Politik, Wirtschaft und Arbeitnehmervertretern "nur mit Trippelschritten vorwärts gekommen". Schmoldt warf Arbeitgebern wie Gewerkschaftern "unverantwortliches Verhalten" vor. Grund für den Stillstand in der Bündnisrunde sei, "daß Arbeitgeber, aber auch Gewerkschaftsvertreter bei strittigen Fragen wie der Altersteilzeit, dem Überstundenabbau oder der Diskussion um die Tarifpolitik auf ihren Maximalpositionen verharren". Seiner Ansicht nach könnte aber mit "etwas gutem Willen" zum Beispiel bei der Streitfrage Überstundenabbau schnell eine Einigung gefunden werden. "Auch das Problem der Rentenabschläge sollte schnell gelöst werden", sagte Schmoldt. Wenn jetzt nicht gehandelt werde, "werden Zigtausende von Arbeitsplätzen, die für jüngere Arbeitnehmer hätten frei werden können, blockiert".

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