Wirtschaft : SCHNELLE KABEL

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WWW – eigentlich steht die Abkürzung für World Wide Web. Doch übersetzten genervte Nutzer es auch oft mit World Wide Wait – früher dauerte es einfach so quälend lang bis sich manche Internetseite endlich auf dem Schirm aufbaute. Die Zeiten sind vorbei. Das erlösende Wort heißt Bandbreite. Je mehr man davon hat, desto schneller werden die Datenpakete durch die Netze transportiert. Gemessen wird die Datenübertragung in Bit pro Sekunde. Ein Bit das entspricht in etwa einem Großbuchstaben. Das alte analoge Modem von früher schaffte gerade einmal 56 Kilobit pro Sekunde. Die Übertragung von einer zehn Megabyte großen Datei – das entspricht etwa dem doppelten Textumfang der Bibel – dauert damit circa 25 Minuten. Derzeit liegt die durchschnittlich verfügbare Bandbreite eines Internetanschlusses in Deutschland bei etwa einem Megabit (1024 Kilobit) pro Sekunde. Zweimal die Bibel herunterladen dauert damit nur noch 82 Sekunden, mit heute bereits verfügbaren 16 Megabitanschlüssen sogar nur noch fünf Sekunden. Die Telekom baut an einem Hochgeschwindigkeitsnetz (VDSL), in dem die Nutzer ihre Daten später einmal mit 50 Megabit (51 200 Kilobit) pro Sekunde durchs Netz jagen können. Wissenschaftler arbeiten bereits an Technologien zur Übertragung von Daten im Terabit-Bereich (ein Terabit entspricht 1 073 741 758 Kilobit). Doch der Datenturbo hat physische Grenzen: Die Übertragungsgeschwindigkeit nimmt mit zunehmender Entfernung von der Vermittlungsstelle rapide ab. Ist das Kabel bis dorthin länger als fünf Kilometer, gibt es kein DSL mehr, mit VDSL ist schon nach 1,5 Kilometern Schluss. vis

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