Wirtschaft : Schnelltests für Spendernieren und andere gute Ideen

Berlin - Ärzte, die heute eine Niere verpflanzen wollen, haben ein Problem: Wie gut das Spenderorgan vom Empfänger angenommen wird, lässt sich vorab nur grob ermitteln. Passt das Organ nicht zum Patienten, kämpft dessen Immunsystem dagegen an. Diese Reaktion lässt sich nur medikamentös abstellen, mit erheblichen Nebenwirkungen. Das Teltower Biotech-Unternehmen Yarra Gene hat eine Lösung für das Problem entwickelt: Durch einen Schnelltest soll für ein Spenderorgan innerhalb von zehn Stunden derjenige Empfänger ermittelt werden, der das betreffende Gewebe am besten verträgt. „Für den Transplantationspatienten sinkt die Gefahr gesundheitlicher Folgeschäden durch die Medikamentenbehandlung und für die Klinik sinken die Kosten“, sagt Yarra-Gene-Gründer Christoph Charlé.

Am Donnerstag wurde er als einer der Gewinner des Businessplan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg ausgezeichnet. Die Investitionsbanken beider Länder unterstützen mit dem Wettbewerb schon seit zwölf Jahren Firmengründungen in der Region. Mit 274 eingereichten Businessplänen erreichte der Wettbewerb 2007 eine neue Rekordbeteiligung. Die sechs Gesamtsieger teilen sich 45 000 Euro Preisgeld.

Erstmals wurde nach Gründungen im Bereich Hightech und Service unterschieden. Service-Sieger wurde die Firma tortoise design, die maßgeschneiderte Folien zur individuellen Gestaltung von Notebooks anbietet. Zielgruppe sind sowohl Computerkids, für die das Notebook ein Designobjekt ist, als auch Firmen, die dort ihr Logo präsentieren wollen. Den ersten Platz im Bereich Hightech belegte die Firma 3S Antriebe GmbH. Ausgangspunkt der Geschäftsidee: Die unterirdischen Ventile der Wasserversorgung werden in Berlin und weltweit noch überwiegend per Hand bedient. Die von drei Brüdern gegründete Firma hat ein innovatives Antriebssystem für diese Arbeit entwickelt. avi

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