Wirtschaft : Schönefeld streitet mit Ryanair Berlin als Drehkreuz nicht im Gespräch

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Berlin Der Flughafen Schönefeld ist nach eigenen Angaben derzeit nicht im Gespräch als neues Drehkreuz für die irische Fluggesellschaft Ryanair. Demgegenüber hatte der Billigflieger am Freitag angekündigt, in Europa im kommenden Jahr zwei neue Drehkreuze zu eröffnen. Berlin habe dabei „eine gute Chance“, sagte ein Ryanair-Sprecher.

Das sieht man am Flughafen Schönefeld anders. „Im Moment stellt sich gar nicht die Frage, ob Ryanair sein Angebot hier ausbaut, sondern ob die Fluglinie überhaupt – mit ihren zwei Flügen pro Tag, die von hier aus starten – bleibt“, sagte Burkhard Kieker, Sprecher der Berliner Flughäfen, dem Tagesspiegel. Den Iren seien die Gebühren in Schönefeld nämlich zu teuer, sagte Kieker, und darüber gebe es „heftige Diskussionen“. Die Konditionen, die Ryanair verlange, seien „nicht seriös“.

Die beiden täglichen Flüge von Schönefeld nach London Stansted betreibt Ryanair, weil die Fluglinie die niederländischen Billigflieger Buzz übernommen hat, der die Strecken einführte.

Unwahrscheinlich ist Schönefeld als neuer Ryanair-Standort auch, weil die Kapazitäten knapp werden. Der britische Billigflieger Easyjet hat in Schönefeld neun Maschinen, und Germanwings will Schönefeld ebenfalls als Drehkreuz etablieren. „Dann ist unser Programm sehr rund“, sagte Kieker. Wann die Entscheidung für die neuen Drehkreuze fällt, wollte Ryanair noch nicht sagen. fw

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