Wirtschaft : Schöner werden im Schlaf

Nachts arbeitet die Haut unermüdlich – beste Zeit für Cremes

Esther Kogelboom

Wer schläft, liegt auf der faulen Haut – aber nur im übertragenen Sinn. Denn eigentlich arbeitet unser größtes Organ während der Nachtruhe auf Hochtouren: Forscher haben herausgefunden, dass die Haut nachts wichtige Körpereiweiße für die Photosynthese produziert und unsere Zellen sich achtmal so schnell teilen wie tagsüber. Außerdem stellt sie während der Nachtschicht Enzyme her, um freie Radikale zu bekämpfen. So wird der Schlaf zur Schönheitskur – vorausgesetzt, man bleibt wenigstens sieben Stunden zwischen den Laken. Und weil die Haut abends und nachts besonders durchlässig ist, ist sie während dieser Zeit extrem aufnahmefähig für Pflegeprodukte, die einen guten Start in die Nacht leichter machen.

Nivea bietet für das Gesicht zum Beispiel das Aufbauserum „Nacht Optimal“ an. Retinol und Vitamin H sollen dazu beitragen, Falten zu mildern und Feuchtigkeitsdepots wieder aufzufüllen. Luxusgeschöpfe, die eine Schönheits-Operation scheuen, werden noch attraktiver mit der restrukturierenden Creme „Précision Ultra Correction Nuit“ von Chanel, die die Gesichtshaut während des Schlafens intensiv durchfeuchten soll – wenn man sie mit einer extra abgestimmten Massage-Zupf-Technik einmassiert. Der Naturkosmetik-Hersteller Weleda dagegen hat eine Wildrosen-Nachtcreme im Sortiment. Um eine zusätzlich entspannende Wirkung zu erzielen, rät Weleda, das Gesicht nach dem Auftragen der Wildrosen-Creme für ein paar Minuten mit einem feucht-warmen Handtuch zu bedecken. So sollen die Inhaltsstoffe noch besser wirken.

Auch für unreine Haut gibt es nächtliche Hilfe in Form einer kleinen, grünen Tube von Clinique. Das „Night Treatment Gel“ aus der Serie „Anti Blemish Solutions“ soll unermüdlich gegen vorhandene Pickel wirken und neuen vorbeugen, während man selbst von schöneren Dingen träumen darf.

Zusätzlich zu den Nachtcremes tauchen mehr und mehr Kosmetikprodukte speziell für die dunkle Tageshälfte auf – von Gliss Kur gibt es sogar eine Haarkur („Night Repair“), mit der man sich unbesorgt ins Bett legen kann. Dem Kopfkissen droht angeblich keine Gefahr, weil das Mittel mit Meerescollagen ins trockene Haar einmassiert und restlos absorbiert werden soll. Die Kur ist speziell für trockenes und angegriffenes Haar geeignet. Übrigens: Die Zeit der starren, pieksenden Lockenwickler ist vorbei – wer morgens mit einem Lockenschopf aufwachen möchte, schläft schmerzfrei mit den neuartigen, flexiblen Wicklern von Remington.

Für den fließenden Übergang ins Land der Träume empfiehlt sich ein lauwarmes Wannenbad vor dem Schlafengehen – von Origins gibt es einen Badezusatz namens „Sleep Time“, der mit Hilfe von beruhigenden ätherischen Ölen die richtige Bettschwere herbei führen soll. Lavendel und Melisse sind für ihre beruhigende Wirkung bekannt.

Fließender Übergang

Wer nicht komplett in die Wanne steigen will, dem sei gerade im Winter ein lauwarmes Fußbad empfohlen. Für beanspruchte Füße hat zum Beispiel Neutrogena eine erfrischende Salbe entwickelt, die die Fußhaut weich und geschmeidig machen soll. Aber es geht auch ohne Chemie aus der Industrie. Ein altes und noch dazu preisgünstiges Hausmittel gegen trockene, rissige Winterhände ist übrigens Olivenöl. Einfach die Hände dick mit dem Öl bestreichen, Plastikhandschuhe anziehen und über Nacht marinieren lassen – so hat schon Oma wieder samtweiche Finger bekommen.

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