Wirtschaft : Schöner wohnen

Staatshilfen für Bauherren

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Den Balkon zahlt das Land, die Fenster kommen vom Bund, und für den Garten gibt der Bezirk etwas dazu. Der Staat verteilt an Hausbesitzer so manches Geschenk – auch wenn die Eigenheimzulage 2004 abgeschafft wird.

So unterstützen manche Berliner Bezirke Gartenliebhaber. Bäume im Hinterhof, Kletterpflanzen an der Fassade oder Rasen auf dem Dach: In Pankow und FriedrichshainKreuzberg wird alles gefördert, was grünt. Auch für Fahrradständer und Komposthaufen geben die Bezirksämter Geld. Selbst Sitzbänke und Terrassen werden unterstützt. Rund 1500 Euro stehen je Projekt zur Verfügung – auch für Mieter, die ihren Hof verschönern wollen.

Auf Öko setzt auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Sie bietet Billigkredite für Wärmedämmung, neue Fenster oder moderne Heizungen an – je nach Laufzeit ab 1,31 Prozent effektivem Jahreszins. Bedingung: Die Investition muss den CO2-Verbrauch senken. Für eine Vorab-Energieberatung steuert der Bund 300 bis 400 Euro bei.

Wer sein Dach mit einer Solaranlage ziert, kriegt ebenfalls Bares. Das Bundesamt für Wirtschaft und Außenkontrolle (Bafa) zahlt 125 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche – maximal 25000 Euro. Auch Biomassekessel, in denen Organisches verfeuert wird, werden gefördert: mit einem Zuschuss von 55 Euro pro Kilowatt.

Doch der Staat hilft selbst Bauherren, die mit Umweltschutz nichts am Hut haben. Die Modernisierung von Fußböden, Treppen oder Bädern finanziert die KfW mit Krediten bis zu 250 Euro je Quadratmeter Wohnfläche – bei einem Zinssatz von 1,86 bis 4,52 Prozent. Weitere Fördermittel, zum Beispiel vom Bafa, dürfen zusätzlich kassiert werden.anw

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