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Schönes neues Jahr : Was sich 2013 ändert

24.12.2012 20:03 Uhrvon
Im kommenden Jahr fällt das Monopol der Schornsteinfeger. Foto: dapdBild vergrößern
Im kommenden Jahr fällt das Monopol der Schornsteinfeger. - Foto: dapd

Im kommenden Jahr wird gewählt. Kein Wunder, dass die Politik Geschenke macht – an Familien, Hausbesitzer und Versicherte.

PRAXISGEBÜHR

Die Krankenkassen machen Gewinne, davon sollen auch die Beitragszahler profitieren: Neun Jahre nach ihrer Einführung wird daher die Praxisgebühr zum 1. Januar 2013 abgeschafft. Die gesetzlich Versicherten entlastet das um rund zwei Milliarden Euro. Dafür bleiben die Krankenversicherungsbeiträge bei 15,5 Prozent stabil. Die Beitragsbemessungsgrenze, bis zu der Versicherte Beiträge an die Krankenkasse zahlen müssen, steigt von 3825 auf 3937,50 Euro im Monat.

RENTENVERSICHERUNG

Beitragssenkungen gibt es dagegen in der Rentenversicherung. Hier sinkt der Beitragssatz zum 1. Januar von 19,6 auf 18,9 Prozent.

Arbeitgebern und Versicherten bringt das jeweils rund 3,1 Milliarden Euro im Jahr. Die Beitragsbemessungsgrenze steigt in den alten Ländern auf 5800 Euro im Monat (2012: 5600 Euro), im Osten auf 4900 Euro (2012: 4800 Euro).

Rentner können sich auf eine Rentenerhöhung freuen: Zum 1. Juli werden die Bezüge steigen – nach vorläufigen Berechnungen der Rentenversicherung im Westen um etwa ein Prozent, im Osten um rund drei Prozent. Bitter: Angesichts einer Inflation von rund zwei Prozent bleibt im Westen von der Erhöhung nichts übrig. Rentner, die vorzeitig in Rente gegangen sind oder eine Erwerbsminderungsrente beziehen, dürfen künftig 450 Euro im Monat und damit 50 Euro mehr als bisher hinzuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird.

PFLEGEVERSICHERUNG

Die Leistungen steigen. Im nächsten Jahr gibt es mehr Unterstützung für Demenzkranke und Alten-WGs, zudem gibt es für alle Pflegestufen mehr Geld. Wer eine private Pflegezusatzversicherung abschließt, bekommt ab dem 1. Januar einen Zuschuss vom Staat. Der „Pflege-Bahr“ beträgt 60 Euro im Jahr. Voraussetzung: Der Versicherte muss mindestens 120 Euro im Jahr an Beiträgen einzahlen. Für die Pflegereform müssen die gesetzlich Versicherten aufkommen: Der Beitragssatz steigt am Jahresanfang von 1,95 auf 2,05 Prozent, für Kinderlose sind es 2,3 Prozent.

ELEKTRONISCHE STEUERKARTE

Ab Januar ist die Lohnsteuerkarte auf Papier endgültig passé. Arbeitgeber rufen die Daten ihrer Beschäftigten dann auf elektronischem Weg beim Bundeszentralamt für Steuern ab. Das Problem: Im Zuge der Umstellung müssen bisherige Freibeträge neu beantragt werden, warnt der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine. Betroffen sind unter anderem die Freibeträge für Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen. Wer die gespeicherten Daten nicht prüft und es versäumt, rechtzeitig die entsprechenden Anträge zu stellen, muss damit rechnen, dass der Arbeitgeber zu hohe Steuern abführt, warnen die Steuerexperten. Zuständig ist das Finanzamt am Wohnsitz.

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