Wirtschaft : Schonfrist für Bochumer Opel-Werk Bestand soll bis 2016 gesichert werden

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Frankfurt am Main/Rüsselsheim - Dem Bochumer Opel-Werk droht Ende 2016 das Aus. Zumindest bis dahin wollen General Motors (GM), der Vorstand von Opel sowie Betriebsrat und IG Metall den Bestand der Fabrik sichern und wie an anderen Standorten von Opel in Rüsselsheim, Eisenach und Kaiserslautern betriebsbedingte Kündigungen verhindern. Entsprechende Verhandlungen wollen die Beteiligten jetzt aufnehmen. Dies teilte Opel am Mittwochnachmittag mit. Derzeit verhindert der aktuelle Standort-Vertrag Werkschließungen und Kündigungen bis Ende 2014.

Der Bestand des Werkes in Bochum mit aktuell rund 3100 Mitarbeitern soll bis zum Auslauf der Produktion des aktuellen Modells des Familienvans Zafira gesichert werden, der ebenfalls für Ende 2016 geplant ist. 2011 lief in Bochum auch noch der Kompaktwagen Astra vom Band. Die Herstellung des wichtigsten Modells von Opel wird allerdings ab 2015 komplett in die Opel-Werke im britischen Ellsmere Port und im polnischen Gliwice verlagert. Die neuen Zafira-Modelle oder ein möglicher Nachfolger dürften dann ab 2016 im Stammwerk in Rüsselsheim gebaut werden.

Dem am Mittwoch vereinbarten so genannten „Deutschland-Plan“ zufolge steht bei den Verhandlungen neben dem Zukunft des Bochumer Werks auch die Auslastung der anderen Fabriken im Fokus. In Rüsselsheim beschäftigt Opel derzeit noch 13 800 Mitarbeiter, in Kaiserslautern 2700 und in Eisenach 1600. Gegenstand der Gespräche sei aber in jedem Fall die Planung der Geschäftsleitung, „keine weitere Produktallokation für Bochum nach dem Auslauf des jetzigen Zafira vorzusehen“. Ob sich doch noch Chancen ergeben, dass Werk zu retten, ist derzeit völlig unklar. Rolf Obertreis

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