Wirtschaft : Schrempp bautden Vorstand von Daimler-Chrysler umChef der A-Klasse wird neuer Forschungsvorstand

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Berlin (alf). Der Aufsichtsrat der Daimler-Chrysler AG hat auf seiner Sitzung am Donnerstag überraschende Personalentscheidungen getroffen. Klaus-Dieter Vöhringer (61), seit 1998 im Vorstand für Forschung und Technologie zuständig, scheidet nach 35-jähriger Betriebszugehörigkeit Ende des Jahres aus. Nach Angaben von Daimler-Chrysler geht Vöhringer, dessen Vertrag bis Ende 2003 gelaufen wäre, auf eigenen Wunsch. An seine Stelle rückt Thomas Weber (48), zuletzt Leiter des Mercedes-Benz-Werkes in Rastatt und Sprecher der Geschäftsleitung A-Klasse. Weber wird zwar neuer Vorstand für Forschung und Technologie, aber nur im Rang eines stellvertretenden Vorstandsmitglieds; bei Daimler-Chrysler müssen sich Vorstandsmitglieder erstmal im Wartestand bewähren.

Den bisherigen stellvertretenden Vorstandsmitgliedern Wolfgang Bernhard (42) und Rüdiger Grube (51) ist das gelungen. Beide wurden vom Aufsichtsrat zu ordentlichen Vorstandsmitgliedern bestellt. Bernhard ist als Chief Operating Officer der Chrysler Group in den USA die rechte Hand von Dieter Zetsche. Vorstandschef Jürgen Schrempp hatte das Duo vor zwei Jahren zur Sanierung der US-Sparte nach Auburn Hills entsandt. Im laufenden Jahr soll Chrysler wieder ein positives Ergebnis erreichen. Rüdiger Grube gilt als Vertrauter von Schrempp. Er ist für das Vorstandsressort „Corporate Development“ zuständig und damit einer der wichtigsten Strategen im Konzern.

Die Beschlüsse des Aufsichtsrates erläuterte der Aufsichtsratsvorsitzende Hilmar Kopper: „Mit den heutigen Entscheidungen setzt der Aufsichtsrat seine mittel- und langfristig angelegte Personalplanungen weiter um.“ Bereits vor einem Jahr waren die Verträge von Schrempp und Mercedes-Chef Jürgen Hubbert vorzeitig bis 2005 verlängert worden. Schrempp lobte den ausscheidenden Klaus-Dieter Vöhringer. Er habe „wegweisende Impulse, insbesondere auf den Gebieten ,Vision vom unfallfreien Fahren’, ,alternative Antriebe’ und ,regenerative Energien’ gesetzt“. Der neue Forschungsleiter Weber lernte Anfang der 70er Jahre Werkzeugmacher im Mercedes-Werk Untertürkheim. Im Laufe der Zeit hatte der promovierte Maschinenbauingenieur bei Daimler mehrere Funktionen in den Bereichen Forschung, Planung und Produktion inne.

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