Wirtschaft : Schrempp wird optimistischer Chrysler und Freightliner haben die Krise offenbar überstanden

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Stuttgart (dpa). Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp wird für dieses Jahr immer zuversichtlicher. Der positive Trend des ersten Quartals 2002 habe sich „deutlich gefestigt“, sagte er in einem Gespräch mit der Deutschen Presseagentur. „Alles in allem kann ich den Trend, den wir nach dem ersten Quartal skizziert haben, nochmals deutlich unterstreichen“, sagte Schrempp, verwies aber gleichzeitig auf die nach wie vor bestehenden politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten. Er hatte im April erklärt, Daimler-Chrysler werde das Betriebsergebnis (Operating Profit) von 2001 (1,35 Milliarden Euro) verdoppeln sowie einen substanziellen Betrag zusätzlich verdienen.

Die Chrysler Group werde einen schnelleren Turnaround schaffen, die Prognose für ein positives Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr habe sich gefestigt. Die verlustreiche US-Lkw-Tochter Freightliner erreiche die Gewinnschwelle im Laufe des Jahres „ganz klar“, betonte der 57-jährige Manager. Mitsubishi werde nach dem letzten auch im laufenden Finanzjahr ein positives Ergebnis erzielen. Schrempp fügte aber hinzu, dass der Automobilmarkt in Deutschland und Europa „nicht zufrieden stellend “ sei. Auch die Situation in Japan zeige kaum positive Bewegung. Besser entwickelten sich die USA, wo hochgerechnet auf das Jahr mit einem Gesamtabsatz von über 16 Millionen Fahrzeugen zu rechnen sei. Daimler-Chrysler hatte dort bisher eher vorsichtig 15 bis 16 Millionen verkaufte Fahrzeuge erwartet.

Eine weitere Amtszeit an der Spitze des Konzerns schloss Schrempp nicht aus. „Wenn mein Vertrag 2005 ausläuft, bin ich 60 Jahre alt“, sagte er. „Ich fühle mich außerordentlich fit, und im Augenblick macht mir meine Aufgabe ganz besondere Freude“, sagte Schrempp. Bei den anstehenden Veränderungen im Vorstand im kommenden Jahr setzt Schrempp sowohl auf eine Verjüngung des Gremiums als auch auf Kontinuität. „Es gibt absolut genügend Kandidaten im Hause, die vorstandsfähig sind.“ Die Verträge von acht der elf ordentlichen Vorstandsmitglieder laufen 2003 aus. „Natürlich werden weiter Amerikaner im Vorstand sein“, betonte der Vorstandschef, der die Zahl der US-Vorstände nach der Fusion mit Chrysler verringert und später an die Spitze des US-Autobauers zwei Deutsche gesetzt hatte. Als sichere Kandidaten für eine Bestellung zu ordentlichen Vorstandsmitgliedern gelten in Branchenkreisen die stellvertretenden Vorstandsmitglieder Rüdiger Grube (50) und Wolfgang Bernhard (41).

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