Wirtschaft : Schröder rügt Henkel - Gesprächstermin soll nicht verschoben werden

alf

Der Vorschlag des BDI-Präsidenten Hans-Olaf Henkel, den Termin der nächsten Runde im Bündnis für Arbeit zu verschieben, ist von Bundeskanzler Gerhard Schröder zurückgewiesen worden. Ob Henkel komme, bleibe diesem überlassen. Schröder hielt Henkel zugleich eine "deutliche Neigung" vor, zuviel "öffentlich zu philosophieren". Henkel erklärte, er habe "dem Kanzleramt angesichts der Unbeweglichkeit der IG Metall bei der Rente mit 60 eine Verschiebung nahe gelegt". Der Vorsitzende der IG Berbau, Chemie, Energie, Hubertus Schmoldt, kritisierte den BDI-Präsidenten scharf: "Herr Henkel glänzt ja selten mit guten Ideen; er will vor der Verantwortung weglaufen", sagte Schmoldt dem Tagesspiegel. Er gehe im Übrigen optimistisch in die nächste Bündnis-Runde am kommenden Donnerstag: "Eine beschäftigungsorientierte Lohnpolitik und ein vorzeitiger Rentenzugang sind als Ergebnisse der Bündnisrunde absehbar", sagte Schmoldt. Die Politik habe inzwischen "ihre Hausaufgaben gemacht, jetzt sind die Tarifpartner am Zuge".

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben