• Schröder wünscht sich eine starke IG Metall Arbeitgeber wollen „neue Wege“ mit Peters und Huber beschreiten

Wirtschaft : Schröder wünscht sich eine starke IG Metall Arbeitgeber wollen „neue Wege“ mit Peters und Huber beschreiten

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Berlin/Frankfurt (Main) (alf/dpa). Nach der Wahl der neuen IGMetall-Führung erwarten Bundesregierung und Arbeitgeber von der Gewerkschaft eine schnelle Rückkehr zur Sacharbeit. „Mit diesen wichtigen Personalentscheidungen kann ein Schlussstrich unter die internen Debatten der vergangenen Monate gezogen werden“, schrieb Bundeskanzler Gerhard Schröder an den neuen IG-Metall-Vorsitzenden Jürgen Peters. Wichtig sei nun, dass die gewerkschaftliche Arbeit in den Vordergrund rücke, „denn unser Land braucht eine starke und handlungsfähige IG Metall“. Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, erklärte seine Kooperationsbereitschaft und wünschte sich gleichzeitig von der neuen IG-Metall-Spitze „die erforderliche Aufgeschlossenheit für neue Wege“. Gesamtmetall-Hauptgeschäftsführer Hans Werner Busch sagte, er wünsche der neuen Gewerkschaftsführung, dass sie „etwas Gemeinsames schafft“. Am Sonntag hatte der Kongress der IG Metall Jürgen Peters zum Ersten und Berthold Huber zum Zweiten Vorsitzenden gewählt.

Arbeitgeberpräsident Kannegiesser sagte, „die alten Rezepte funktionieren zum größten Teil nicht mehr“, weil sie aus Zeiten „deutlichen Wachstums stammen“. Bei der Entwicklung des Flächentarifs müssten „noch mehr betriebliche Optionen“ geschaffen werden. Ähnlich äußerte sich der neue Gewerkschaftsvize Huber im WDR. In der Tarifpolitik müsse die IG Metall auch differenzierte Punkte anpacken. Zudem dürfe sie beim geplanten Sozialabbau „nicht alles schlucken“. Die IG Metall werde deshalb den Dialog mit der Bundesregierung suchen. Mit dem neuen Vorsitzenden Jürgen Peters gebe es in 90 Prozent der Punkte keine Unterschiede, sondern lediglich „Feinheiten in unserer Argumentation“, sagte Huber.

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