Wirtschaft : Schub für neuen Auto-Antrieb

Ford und Daimler entwickeln gemeinsam Brennstoffzelle

STUTTGART (dpa).Daimler-Benz und Ford wollen gemeinsam die Brennstoffzelle als Zukunftsantrieb für Autos entwickeln und vermarkten.Der Automobilkonzern Ford steige dazu in die bereits bestehende Kooperation zwischen Daimler-Benz und der kanadischen Ballard Power Systems Inc.(Vancouver) ein, teilten die Unternehmen am Montag in Stuttgart mit.Der Vorstandschef der Daimler-Benz AG (Stuttgart), Jürgen Schrempp, Ford-Chef Alex Trotman und Ballard- Präsident Firoz Rasul unterzeichneten dazu in Stuttgart eine entsprechende Absichtserklärung. Die Partner planen, als erste Anbieter im Jahr 2004 die ersten kompletten Systeme auf dem Markt zu bringen.Daimler hatte sich bereits im Sommer mit Ballard verbündet; beide Unternehmen wollten gemeinsam mehr als 585 Mill.DM in das Projekt einbringen.Die Ford Motor Company (Dearborn/USA) werde mit 15 Prozent beim kanadischen Hersteller einsteigen.Daimler werde seinen Anteil an Ballard von 25 Prozent auf 20 Prozent vemindern.An dem Daimler-Brennstoffzellen-Unternehmen werden sich Ballard mit 26 Prozent und Ford mit 23 Prozent beteiligen.Vorgesehen ist auch eine Schachtel von Daimler und Ballard von jeweils einem Fünftel an einer neuen Ford-Gesellschaft in dieser Sparte.Ford werde rund 420 Mill.Dollar (rund 740 Mill.DM) in die Partnerschaft einbringen. Ford-Chef Trotman sagte: "Wir arbeiten schon seit Jahren an Technologien zur Unterstützung der Brennstoffzelle und sehen die Brennstoffzelle als eine der wichtigsten Technologien des frühen 21.Jahrhunderts." Schrempp sagte, die Brennstoffzelle sei "eine ernsthafte und aussichtsreiche Alternative zu den konventionellen Verbrennungsmotoren".Schrempp weiter: "Ich bin zuversichtlich, daß wir mit Hilfe dieser Partnerschaft in acht bis zehn Jahren ein serienfähiges Fahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb anbieten können." Ballard-Chef Rasul sagte: "Durch die Verbindung mit Ford und Daimler-Benz haben wir die Stärke, die Ressourcen und die Sicherheit, um die Brennstoffzelle in größeren Stückzahlen in die Produktion zu bringen".Daimler hatte bereits mehrere Pilotfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb vorgestellt, zuletzt im Sommer einen Mercedes-Bus.In einer Brennstoffzelle vereinigen sich Wasser und Sauerstoff zu elektrischer Energie und Wärme.Im Unterschied zum Verbrennungsmotor fallen keine Stickoxide an, als "Abgas" entweicht laut Daimler- Angaben nur Wasserdampf.

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