Wirtschaft : Schuhindustrie baut Arbeitsplätze ab

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(dpa). Die deutsche Schuhindustrie hat im Wettlauf mit ausländischen Billigproduzenten in diesem Jahr deutlich an Boden verloren. Der Branchenumsatz fiel im ersten Halbjahr 2003 mit 1,5 Milliarden Euro um 7,4 Prozent kleiner aus, teilte der Hauptverband der Deutschen Schuhindustrie am Donnerstag in Düsseldorf anlässlich der Schuhmesse GDS mit. Der deutsche Verbraucher greife zunehmend zu niedrigen und mittleren Preislagen. Die Rekordhitze habe zu dramatischen Einbrüchen bei geschlossenen Halbschuhen geführt. Der Schuhexport litt zudem unter dem EuroHöhenflug. Die deutschen Hersteller reagierten auf die zunehmenden Importe aus Niedriglohnländern Asiens mit Arbeitsplatzabbau im Inland und Produktionsverlagerung ins Ausland. In Deutschland werden dieses Jahr nach Verbandsschätzung 1500 Arbeitsplätze abgebaut. Bis Ende Juni sank die Beschäftigtenzahl der Branche bereits um rund 1250 auf knapp 14 800.

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