Wirtschaft : Schuldenkrise macht Dekabank zu schaffen

Frankfurt am Main - Die europäische Staatsschuldenkrise bremst den Sparkassen-Fondsdienstleister Dekabank aus. Das wirtschaftliche Ergebnis schrumpfte nach neun Monaten auf 341 (Vorjahreszeitraum: 626) Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Im dritten Quartal blieb nur noch ein Mini-Gewinn von vier Millionen Euro übrig. Die Marktturbulenzen führten nicht nur zu negativen Bewertungsergebnissen. Der Dekabank macht auch zu schaffen, dass die verunsicherten Privatanleger einen großen Bogen um Investmentfonds machen und vermeintlich sichereren Anlagen den Vorzug geben. Per Ende September summierten sich die Nettomittelabflüsse im Asset Management auf 5,3 Milliarden Euro. “Die hohen Nettoabflüsse können uns nicht ruhen lassen“, erklärte Vorstandschef Franz Waas. „Deshalb bleibt die Intensivierung des Fondsabsatzes unser wichtigstes Thema.“ Die Dekabank gehört nach dem Ausstieg der Landesbanken inzwischen komplett den Sparkassen. Über diese vertreibt sie auch ihre Fonds. Bereits im Sommer wurde eine Vertriebsoffensive gestartet. rtr

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