Wirtschaft : Schulunterricht über Fonds

DIT-Chef: Zu wenig private Ergänzung zur gesetztlichen Rente FRANKFURT (MAIN) (dpa).Immer mehr 25- bis 40jährige sorgen nach Beobachtung der Dresdner Bank Investmentgruppe privat für ihren Lebensstandard im Alter vor.Doch "viele beginnen zu spät mit zu kleinen Anlagesummen", obwohl sich die gesetzliche Rente immer mehr zum Verlustgeschäft entwickele, sagte Rolf Passow, Sprecher der Geschäftsführung der Fonds Tochter der Deutschen Bank, des Deutschen Investment Trusts (DIT) am Dienstag abend in Frankfurt (Main).Das Thema Aktien und Aktienfonds im Blick auf Vermögensanlage und Altersvorsorge sollte deshalb auch in die Lehrpläne der Schulen aufgenommen werden. Gerade für die Altersgruppe der 25- bis 40jährigen entwickele sich das Umlageverfahren der gesetzlichen Rentenversicherung mehr und mehr zu einem Verlustgeschäft."Sie werden bei höheren Beiträgen weniger Rente erhalten und trotz allem voraussichtlich länger berufstätig sein müssen." Der Chef der drittgrößten deutschen Investmentgesellschaft mit 1,5 Millionen Kunden plädierte aber nicht für eine völlige Abschaffung des bisherigen Rentensystems auf Grundlage des Generationenvertrags.Es müsse vielmehr ein abgestimmtes Gerüst aus gesetzlicher, privater und betrieblicher Altersvorsorge gezimmert werden.Die gesetzliche Rente könne aber nur noch eine Grundsicherung liefern.Eine Erhöhung der Rentenbeiträge lehnte Passow ab. Kunden der DIT bekommen voraussichtlich bereits vom 1.Januar 1999 an alle Fonds-Informationen in D-Mark und Euro ausgewiesen, wie Passow ankündigte.Einen anderen modernen Trend, Finanzgeschäfte über das Internet, beurteilt er hingegen skeptischer.In absehbarer Zeit werde die Datenautobahn nicht der entscheidende Kanal zum Kunden werden.Erst in zehn Jahren lasse sich die Bedeutung abschätzen. Schub für die private Altersvorsorge erwartete Passow durch die Zulassung der Pensions- Sondervermögen oder Pensions-Investmentfonds, doch daraus wird nun nichts.Im vergangenen Jahr hat die gesamte Dresdner Bank Investment- Gruppe, zur der neben dem DIT noch zwei weitere Gesellschaften gehören, neues Kapital in Höhe von 17 Mrd.DM an sich ziehen können.Insgesamt verwaltet die Gruppe jetzt knapp 138 Mrd.DM.Der DIT selbst verwaltet mittlerweile ein Vermögen von über 62 Mrd.DM.Für 50 Fonds der Gruppe werden am 16.Februar rund 1,36 Mrd.DM an die Anleger ausgeschüttet, rund 380 Mill.DM als im vergangenen Jahr.Er soll komplett an die Mutter Dresdner Bank überwiesen werden.

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