• Schwache Nachfrage und starker Euro drücken VW-Gewinn Ergebnis in 2003 halbiert Über fünf Millionen Autos verkauft

Wirtschaft : Schwache Nachfrage und starker Euro drücken VW-Gewinn Ergebnis in 2003 halbiert Über fünf Millionen Autos verkauft

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(dpa). Der VWKonzern hat das Jahr 2003 mit einem drastischen Gewinneinbruch abgeschlossen, den Absatz aber trotz weltweit flauer Märkte wieder über die Marke von fünf Millionen Autos gebracht. Genaue Absatzzahlen nannte der Konzern am Montag bei der Autoshow in Detroit allerdings nicht. 2002 hatte VW erstmals seit mehreren Jahren die Fünf-Millionen-Marke verfehlt und 4,98 Millionen Autos verkauft.

Dennoch schloss der Konzern 2003 mit einem extremen Gewinneinbruch ab. „Wir haben erwartet, dass wir beim operativen Ergebnis die Hälfte (des Vorjahres) nicht erreichen werden und so ist es auch eingetroffen“, sagte VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch. Konkrete Zahlen nannte er nicht. 2002 hatte VW noch ein operatives Ergebnis von 4,76 Milliarden Euro erzielt.

Im flauen deutschen Automarkt baute der Konzern seine führende Position weiter aus. Der Anteil der Wolfsburger stieg um 0,5 Punkte auf 30,5 Prozent. Auch die Marke VW konnte leicht um 0,2 Punkte auf 18,8 Prozent Marktanteil zulegen. Der Zuwachs sei vor allem in der zweiten Jahreshälfte erzielt worden. Die belege den Erfolg der neuen Modelle Touran, Touareg, Golf V und Audi A3. VW-Chef Bernd Pischetsrieder sagte, in den Auftragsbüchern des Konzerns sei derzeit eine konjunkturelle Belebung in Deutschland nicht zu spüren. „Zum ersten Mal erlebe ich, dass ein Aufschwung stattfindet, außer in den Auftragsbüchern.“

Obwohl sich VW nur zum Teil an der heftigen Rabattschlacht im weltweit wichtigsten Automarkt, den USA, beteiligte, sei der Marktanteil stabil geblieben, sagte Pischetsrieder. Der US-Absatz brach aber ein.

Für den Gewinneinbruch 2003 nannte Finanzvorstand Pötsch mehrere Gründe. Die Märkte seien weltweit „sehr schwierig“ gewesen. Ausnahme sei China. Zum zweiten habe die Entwicklung der Wechselkurse das Ergebnis massiv gedrückt. Ferner habe VW das Geschäft in Brasilien für einen dreistelligen Millionenbetrag neu strukturieren müssen. Außerdem habe VW so viele Neuanläufe von Modellen bewältigt wie nie zuvor.

Der Finanzvorstand blickt mit verhaltenem Optimismus ins Jahr 2004. „Die Märkte werden etwas besser sein als 2003, aber noch nicht gut. Die Wechselkurse werden ungünstig bleiben. Wir werden weiterhin viele Anläufe haben.“ Um künftig das Wechselkursrisiko besser abzufedern, werde VW verstärkt Produkte für den amerikanischen Markt in Mexiko bauen.

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