Wirtschaft : Schwäbisch Hall: Bausparkasse optimistisch

Die Bausparkasse Schwäbisch Hall bleibt für das laufende Geschäftsjahr vorsichtig optimistisch. Das Bausparneugeschäft soll um mindestens drei Prozent wachsen, sagte der Vorstandsvorsitzende der größten privaten deutschen Bausparkasse, Alexander Erdland, am Freitag. Für 2001 ist nach früheren Angaben ein Umsatz von 256 Millionen Euro angepeilt. Das Wachstum hänge von der Gesetzgebung zur privaten Altersvorsorge ab. Das erste Quartal sei erfolgreich angelaufen, berichtete Erdland. Im vergangenen Jahr ging das Neugeschäft um fünf Prozent auf 20,1 Milliarden Euro zurück. Der Marktanteil konnte dennoch von 24,0 auf 25,4 Prozent gesteigert werden. Ihr operatives Ergebnis konnte die Bausparkasse nach Einbußen im Vorjahr von 58 Millionen Euro auf 176 Millionen Euro erhöhen. Der Bestand von Schwäbisch Hall lag Ende des vergangenen Jahres bei 7,2 Millionen Bausparverträgen. Die Wohnungsbaufinanzierung sei leicht zurückgegangen, habe sich aber deutlich besser als der Markt entwickelt. Insgesamt war Schwäbisch Hall an der Finanzierung von 51 200 Wohnungen und 184 000 Modernisierungsmaßnahmen beteiligt. Die Bilanzsumme erhöhte sich im vergangenen Jahr um knapp fünf Prozent auf 32,8 Milliarden Euro. Die Bausparkasse beschäftigte zum Jahresende 1284 Mitarbeiter. Insgesamt 1827 ehemalige Mitarbeiter sind inzwischen bei der zum 1. Juli 2000 gestarteten Dienstleistungstochter beschäftigt.

Mit einer Sonderausschüttung hilft Schwäbisch Hall der Muttergesellschaft DG Bank, indirekt über Steuervorteile deren Bilanz aufzubessern. Dabei löst die Bausparkasse eigene Substanz auf, die aber wieder an sie zurückfließen soll. Es geht um Beträge von rund 700 Millionen Euro, die aber für Schwäbisch Hall keine Belastung werden.

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