Wirtschaft : Schwede rückt an die Spitze von MAN Hakan Samuelsson gilt als harter Sanierer

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München Hakan Samuelsson wird zum Jahreswechsel neuer Vorstandschef des Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzerns MAN. Der 53-jährige Schwede, der seit vier Jahren die wichtigste Konzernsparte MAN Nutzfahrzeuge leitet, wird Rudolf Rupprecht ablösen, der Ende 2004 in den Ruhestand geht. Neuer Chef der Nutzfahrzeugsparte wird Anton Weinmann, der dort bisher für Controlling zuständig war.

Die Wahl Samuelssons im Aufsichtsrat sei einstimmig gewesen, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Volker Jung am Mittwoch auf der Hauptversammlung in München. Samuelsson, der zuvor 23 Jahre lang beim schwedischen Konkurrenten Scania arbeitete, profilierte sich bei MAN als harter Sanierer: Er strukturierte die Nutzfahrzeugsparte radikal um, strich 4500 Stellen und verlagerte die Busproduktion teilweise nach Polen und in die Türkei.

Rupprecht kündigte den Abbau weiterer 500 Stellen im laufenden Geschäftsjahr an. Dies betreffe vor allem die Bereiche Bogenmaschinen, MAN Technologie und den Standort Dänemark, wo Werke zusammengelegt werden sollen. Bisher hatte MAN angekündigt, 1000 Stellen zu streichen. Für die defizitäre Raumfahrtsparte MAN Technologie kündigte Rupprecht „mittelfristig eine Lösung außerhalb unseres Konzerns“ an. Über die Veräußerung des Anteils an der Tochter Schwäbische Hüttenwerke (SHW) führe man Gespräche. In Wachstumsmärkten wie Osteuropa und Asien will MAN stärker auftreten. Vor allem für China würden gezielt größere Investitionen geprüft.

Nach hohen Zuwachsraten in den ersten fünf Monaten – allein im Mai stieg der Auftragseingang um 34 Prozent – erhöhte MAN seine Jahresprognose leicht. Der Auftragseingang soll prozentual nahezu zweistellig wachsen. nad

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