Schwedischer Mobilfunkausrüster : Ericsson streicht bis zu 2200 Stellen

Das schwedische Telekommunikationsunternehmen Ericsson will mehr als 2000 Stellen streichen, die Streichungen sind Teil des im November aufgelegten Sparprogramms. Gerade erst hatte ein weiterer Technologiekonzern Kürzungen angekündigt.

Ericssons Konzernzentrale
Ericssons KonzernzentraleFoto: Reuters

Der schwedische Telekommunikationsriese Ericsson streicht in seiner Heimat voraussichtlich etwa 2200 Stellen. Die Arbeitsplätze stünden in der Abteilung Forschung und Entwicklung sowie bei der Belieferung auf der Kippe, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Demnach sind die Stellenstreichungen Teil des im November aufgelegten Sparprogramms. Ericsson will den Angaben zufolge bis 2017 neun Milliarden Kronen (988 Millionen Euro) einsparen.

Mit der Ankündigung von Ericsson werden in Schweden binnen weniger Tage zum zweiten Mal Stellenstreichungen in der Technologiebranche bekannt. Erst am Montag hatte der japanische Elektronikkonzern Sony angekündigt, in Schweden 1000 Stellen in seiner Mobilfunksparte zu streichen.

Ericsson beschäftigt weltweit knapp 120.000 Menschen und hat derzeit mit vielen Problemen zu kämpfen. Im vergangenen Jahr gab das Unternehmen bekannt, künftig keine Modems mehr zu entwickeln. Wegen einer gesunkenen Nachfrage auf dem Schlüsselmarkt in Nordamerika war der Gewinn im vierten Quartal 2014 um gut ein Drittel auf 447 Millionen Euro eingebrochen. Auch der Gewinn des Gesamtjahrs schrumpfte, allerdings nur leicht.

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