Wirtschaft : Schwere Rückschläge für Toyota

Tokio - Erdbeben, Atomkatastrophe, Produktionsausfälle: Der weltgrößte Autobauer Toyota hat schwere Rückschläge erlitten. Um mehr als drei Viertel brach der Gewinn im Schlussquartal des am 31. März ausgelaufenen Geschäftsjahres 2010/2011 ein – auf 25,4 Milliarden Yen (220 Millionen Euro). Allein die Katastrophe vom 11. März belastete den Autobauer mit rund 100 Milliarden Yen, wie Toyota am Mittwoch bekanntgab.

Toyota lieferte von Januar bis März 2,1 Millionen Fahrzeuge aus. Damit fiel er hinter seinen US-Rivalen General Motors zurück, der im vergangenen Quartal 2,2 Millionen Autos absetzte. Volkswagen verkaufte knapp zwei Millionen Fahrzeuge. Analysten rechnen allerdings damit, dass Europas größter Autobauer seinen japanischen Konkurrenten bis zum Jahresende noch überholen wird. Eine Prognose für das laufende Geschäftsjahr wollte der Noch-Branchenprimus wegen der noch unklaren Folgen der Naturkatastrophe für Produktion und Absatz nicht abgeben. Voraussichtlich sei damit erst Mitte Juni zu rechnen, teilte der Konzern mit.

Im gesamten vergangenen Geschäftsjahr konnte Toyota noch 8,42 Millionen Autos verkaufen. Der Betriebsgewinn stieg um 320,7 Milliarden Yen auf 468,2 Milliarden Yen. Dazu trugen Verkaufserfolge in den boomenden Schwellenländern und Kostensenkungen bei. Wegen Lieferengpässen musste Toyota zuletzt die Produktion an vielen in- und ausländischen Standorten drosseln. Viele Zulieferer haben ihre Produktion noch nicht hochfahren können. dpa/rtr

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