Wirtschaft : Schwieriges Jahr erwartet - Neue Trends auf der Bautec

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Die deutsche Bauindustrie erwartet ein steigendes Auftragsvolumen in Westdeutschland, im Osten rechnet sie dagegen mit sinkenden Auftragszahlen. Das sagte der Geschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Michael Knippper, am Mittwoch im Vorfeld der Internationalen Baufachmesse Bautec in Berlin. Bereits 1999, so Knipper, seien die Bauinvestitionen um 0,2 Prozent gestiegen, dieses Wachstum werde sich verstärken.

Obwohl die Bauinvestitionen im Osten immer noch auf einem sehr hohen Niveau lägen, seien sie 1999 real um 1,7 Prozent zurückgegangen. Obwohl er bis 2010 mit Investitionen von 150 Milliarden Mark für den Wohnungsbestand im Osten rechnet, erwartet Knipper für das Jahr 2000 einen weiteren Rückgang der Investitionen um vier Prozent. Knipper kritisierte die Kreditvergabepraxis der Banken, die nach den Problemen beim Baukonzern Holzmann restriktiver geworden sei.

Von der Baufachmesse in Berlin erwartet Knipper vor allem einen Ausbau der Kontakte nach Mittel- und Osteuropa. Alleine in Polen habe das Bauvolumen im vergangenen Jahr mehr als 40 Milliarden Mark betragen. Polen sei damit der wichtigste Baumarkt in dieser Region. Deutsche Firmen hätten dabei vor allem dann gute Chancen, wenn sie als Know-How-Vermittler aufträten.

Die neunte Bautec findet vom 16. bis zum 20. Februar in den Messehallen am Funkturm statt. 1590 Aussteller aus 36 Ländern werden erwartet. Die Ausstellungsfläche wurde auf rund 140 000 Quadratmeter erweitert. In diesem Jahr zeichnen sich vor allem zwei Trends ab: Die weitere Entwicklung des Systembaus, bei dem ganze Module eines Hauses schon vorgefertigt angeliefert werden und die Entwicklung neuer Materialien für die Sanierung alter Häuser.

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