Wirtschaft : Schwimmbäder

Die meisten Badeanstalten werden subventioniert

Maurice Shahd

PREIS DER WOCHE

Die große Sommerhitze ist noch nicht ausgebrochen, doch seit Anfang Mai haben neben den Hallenbädern auch die Freibäder geöffnet. Der Eintritt in den 64 öffentlichen Berliner Schwimmbädern kostet seit der Sommersaison 2002 vier Euro für eine Karte ohne zeitliche Begrenzung – davor waren es drei Euro. Grund für die Anhebung: Berlin verfügt über sehr viele kleine, alte Schwimmbäder, die einerseits zu wenig Besucher fassen und anderseits einen zu hohen Investitionsbedarf haben, um kostendeckend arbeiten zu können. „Nur rund ein Drittel der jährlichen Kosten von 120 Millionen Euro für die Bäder werden durch den Eintritt gedeckt“, sagt Hans-Joachim Munte, Sprecher der Berliner Bäderbetriebe. Der Rest kommt als Zuschuss vom Land – und der sinkt von Jahr zu Jahr. Trotzdem sollen die Preise vorerst stabil bleiben. Da die öffentlichen „Badeanstalten“ immer noch ihren Beitrag zur Volksgesundheit leisten sollen, werden die Bäder von der öffentlichen Hand subventioniert. In Berlin gibt es neben der Standardkarte für einen Erwachsenen ermäßigte Eintrittspreise für Studenten, Zehnerkarten oder den Superferienpass für Schüler.

Höher sind die Eintrittspreise bei den über das Land verteilten Freizeitbädern, die Erholungssuchende mit Wellenbecken, Saunalandschaften oder Wasserrutschen locken. Diese Bäder werden in der Regel von den Kommunen gebaut, um die Orte für Gäste attraktiver zu machen. „Die Bäder müssen sich meist selbst tragen. Nur im Notfall schießen die Kommunen etwas dazu“, sagt Klaus Batz, Geschäftsführer der European Waterpark Association. Die Tageskarte koste im Schnitt zehn Euro. Trotz steigender Kosten für Personal und Energie könnten sich die Bäder wegen der immer stärkeren Konkurrenz keine höheren Preise erlauben. Foto: dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben