Wirtschaft : Seit fast einem Jahr zittern die Mitarbeiter

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13. März: Merck legt ein Übernahmeangebot für Schering vor.

23. März: Bayer tritt als Weißer Ritter auf und kontert mit einem eigenen, deutlich höheren Angebot für Schering. Bayer-Chef Werner Wenning erklärt erstmals, dass bei einer Übernahme insgesamt bis zu 6000 Stellen gefährdet sein könnten.

24. März: Merck zieht sich zurück.

22. Juni: Scherings Betriebsratschef Norbert Deutschmann fordert bis zum 29. Juni konkrete Aussagen zum Stellenabbau und zu betriebsbedingten Kündigungen. „Der Frust der Mitarbeiter ist sehr groß“, sagt Deutschmann am Rande einer Betriebsversammlung.

13. September : Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung beschließen die Schering-Aktionäre einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Der Vorstandsvorsitzende Hubertus Erlen tritt ab.

10. November: Der Integrationsprozess der Pharma-Unternehmen Bayer und Schering wird sich noch bis 2009 hinziehen, erklärt ein Bayer-Sprecher. Erst dann werde auch klar sein, ob der Standort Berlin an Bedeutung gewinnen oder verlieren werde.

19. November: Betriebsratschef Deutschmann dringt erneut auf schnelle Entscheidungen zum Stellenabbau. Bis Mitte Dezember müssten alle Posten im neuen Unternehmen verteilt sein – und es müsse klar sein, wer die ungefähr 6000 sind, die gehen müssen. Schering laufen unterdessen

wichtige Mitarbeiter davon, heißt es aus Unternehmenskreisen. Dies betreffe sowohl die Verwaltung als auch die Forschung. Schering dementiert diese Angaben.

19. Dezember: Bayer bietet bestimmten Mitarbeitergruppe von Schering eine Abfindung an, wenn sie freiwillig aus dem Unternehmen ausscheiden.

Details werden nicht bekannt. dr

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