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Seitenwechsel : Barmer-Chefin wird oberste Pharmalobbyistin

Seit 2007 steht Birgit Fischer an der Spitze der Barmer GEK. Vom größten gesetzlichen Krankenversicherer wechselt sie nun zu den Arzneimittelherstellern.

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Barmer-Chefin Fischer geht zu den forschenden Pharmaunternehmen. Foto: dpa
Barmer-Chefin Fischer geht zu den forschenden Pharmaunternehmen.Foto: dpa

Die Vorstandschefin der Barmer GEK, Birgit Fischer, wechselt zum Verband forschender Arzneimittelhersteller (VFA). Dies erfuhr der Tagesspiegel aus gut unterrichteten Kreisen. Die 57-Jährige soll bei der einflussreichen Lobbyistenvereinigung die langjährige Hauptgeschäftsführerin Cornelia Yzer (49) ablösen, der vorgeworfen wird, sich nicht energisch genug gegen die Arzneireform von Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) zur Wehr gesetzt zu haben. Die Hersteller mussten einen Zwangsrabatt akzeptieren und haben die bisher frei festgesetzten Preise für innovative Arzneimittel nun mit den Krankenkassen auszuhandeln.

Fischer war von 2007 bis 2009 Vizechefin der Barmer, Vorstandsvorsitzende ist sie seit der Fusion mit der Gmünder Ersatzkasse 2010. Davor war die einstige SPD-Politikerin Gesundheitsministerin von Nordrhein- Westfalen. Als Nachfolger an der Spitze der mit 8,6 Millionen Versicherten größten Kasse wäre ihr Vize, der frühere GEK-Chef Rolf-Ulrich Schlenker, denkbar. Fischers Bezüge lagen nach Branchenangaben zuletzt bei 200 000 Euro im Jahr.

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