Serie: BERLIN, aber oho : Backflasch

In der Serie "Berlin, aber oho" stellen wir die Kleinunternehmer der Stadt vor. Heute: Sylvie Assig, die Backmischungen in Flaschen anbietet. Dazu gibt es ein Stück Berliner Geschichte.

Frederike Roser

Sylvie Assig schichtet Zucker, Mehl und andere Zutaten in eine große Weck-Flasche – sie kreiert eine „Backflasch“. Gibt man später noch Eier und Butter zu der Backmischung, entsteht Teig für zwei Bleche voll mit Keksen. „Es sind Kekse, die Berliner Geschichte ins Kulinarische übersetzen“, sagt die gelernte Kulturwissenschaftlerin. Die Idee entstand mit den „Plätzchen der Luftbrücke“, die sie sich als Mitbringsel für eine Einweihungsfeier in Tempelhof ausdachte. Rosinen, Hafer und Schokolade sind darin und sollen an die Rosinenbomber während der Berlin-Blockade von 1948 erinnern. Assig hat die Idee weiterentwickelt, neue Geschichten in Keksform gebracht und verkauft die Flaschen mit den Backmischungen auf Märkten und in einigen Geschäften der Stadt. Zu Weihnachten gab es „Oberbäumchen“ mit Ausstechern in Tannenform, an Ostern „Hasenheidesand“ für Hasen-Plätzchen mit Karotten und Rosmarin (als Grasersatz). Zwischen 9,50 Euro und 14,50 Euro kostet eine Backflasch. Daran hängt ein kleiner „Beibackzettel“, der die Geschichte zu dem Keks erzählt und eine kleine Anleitung liefert.

Chefin: Sylvie Assig (34)
Chefin: Sylvie Assig (34)Foto: Frederike Roser


Chefin: Sylvie Assig (34)
Branche: Handwerk
Mitarbeiter: 3
Gründungsjahr: 2012
Firmensitz: Friedrichshain

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