Serie: BERLIN, aber oho : Herr Nilsson Godis

In der Serie "Berlin, aber oho" stellen wir die Kleinunternehmer der Stadt vor. Heute: Kajsa Molin, die schwedische Süßigkeiten verkauft.

Frederike Roser

Große Gläser mit Süßem oder Saurem in allen Farben und Formen stehen im Süßwarenladen „Herr Nilsson“ im Regal. Jede Menge Fruchtgummis, Lakritze, Bonbons, sogar Chips und Schokolade – alles original aus Skandinavien. „Wenn die Schweden hier reinkommen, dann wissen sie sofort, was sie wollen. Sie kennen alles von zu Hause“, erzählt Schwedin Kajsa Molin. „Die Deutschen lesen erstmal alle Namen und brauchen deutlich länger, bis das Tütchen voll ist – zumindest wenn sie zum ersten Mal hier sind.“ Und trotzdem kämen die Leckereien bei allen gleich gut an.

In Schweden gibt es überall die „Lösgodis“, die losen Süßigkeiten zum Selbstabfüllen. In Berlin haben Kajsa Molin und Daniel Lippert, der als Deutscher viele Jahre in Schweden gewohnt hat, diese vermisst. Deshalb eröffneten sie, nach vielen Jahren im Hotelfach, 2011 den Godis-Laden in Friedrichshain. Er erinnert ein wenig an den Süßwarenladen bei Pippi Langstrumpf – und ist nach dem kleinen Äffchen von Pippi, „Herr Nilsson“, benannt. „Den Namen kennt man im Deutschen und im Schwedischen, daher hat das gut gepasst. Schließlich war es unsere Idee, die beiden Länder zu verbinden“, sagt Lippert. Nächste Woche eröffnen sie ihren zweiten Laden. Für 1,60 Euro pro 100 Gramm gibt es dann auch im Prenzlauer Berg Herr Nilssons Godis.

Kajsa Molin (33), Daniel Lippert (32)
Kajsa Molin (33), Daniel Lippert (32)Foto: Frederike Roser

Chefs: Kajsa Molin (33), Daniel Lippert (32)
Branche: Handel
Mitarbeiter: 5
Gründungsjahr: 2011
Firmensitz: Friedrichshain

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