Serie: BERLIN, aber oho : Infernum

In der Serie "Berlin, aber oho" stellen wir die Kleinunternehmer der Stadt vor. Heute: Eine Firma, die Computerspiele entwickelt

Mathias Scheithauer

„Der Gamingmarkt hat sich seit der Jahrtausendwende massiv verändert“, sagt Andreas Weidenhaupt, Geschäftsführer des Berliner Spieleverlags Infernum. „Früher wurden Spiele aus den Regalen der Elektronikgeschäfte gekauft und mussten daheim am Computer installiert werden. Heute reichen wenige Klicks und man kann sie direkt über das Internet spielen.“ Aus dieser Situation haben sich neue Finanzierungsmodelle für die Spielevertreiber ergeben. Das Konzept von Infernum: Die Basisversionen der Spiele sind umsonst, Zusatzangebote kosten Geld. „Rund ein Fünftel unserer Spieler zahlt bereits für Angebote wie besondere Kostüme oder Kampfgeräte“, sagt Weidenhaupt. Zwischen 25 und 50 Euro geben sie im Schnitt dafür aus. „Die größten Spiele bringen auf diesem Weg bis zu einer Milliarde Euro ein.“ Weidenhaupts Verlag hält sich ein wenig kleiner. „Im Moment haben wir nur die zwei Spiele ,Dragon’s Prophet’ und ,Brick Force’ in unserem Angebot, die in Korea entwickelt wurden. Demnächst soll ein drittes hinzukommen“, sagt der Chef. Dafür sei ihr Lizenzmanager in Schanghai schon fleißig auf der Suche.

Chef: Andreas Weidenhaupt(45)
Branche: Onlinegaming
Mitarbeiter: 60
Gründungsjahr: 2011
Firmensitz: Moabit

Andreas Weidenhaupt
Andreas WeidenhauptFoto: Mathias Scheithauer

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