Serie: BERLIN, aber oho : Kiwabo

In der Serie "Berlin, aber oho" stellen wir die Kleinunternehmer der Stadt vor. Heute: Eine Firma, die Stauboxen für Kinderwagen baut.

Mathias Scheithauer

Die besten Einfälle kommen in den ungewöhnlichsten Situationen. So ging es auch Christopher Weide, als ihm die Idee kam, Abstellboxen für Kinderwagen zu bauen. „Ich wippte eines Nachts auf einem Hüpfball, um meinen Sohn im Arm zu beruhigen“, erinnert er sich. Die Probleme, die Kinderwagen in Mehrfamilienhäusern verursachen, beschäftigten Weide schon länger: „Zu der Zeit wurden in unserer Gegend viele Kinderwägen in Brand gesteckt.“ Aus Sorge wurde Erfindergeist. Die Kinderwagenbox (Kiwabo) sollte den Babytransportern Schutz, aber auch Stauraum bieten. Die ersten Metallboxen, die an übergroße Hundehütten erinnern, baute Weide noch selbst. Mittlerweile werden sie wegen großer Nachfrage in einer Behindertenwerkstatt in Neukölln produziert. Der Erfolg hat Weide überrascht: „Anfangs bin ich noch mit bedruckten Luftballons über Spielplätze gelaufen.“ Heute verkauft Weide bis zu 50 Kiwabos pro Monat, vor allem an Wohnungsbaugesellschaften.

Christopher Weide ist selbst Vater.
Christopher Weide ist selbst Vater.Foto: Mathias Scheithauer

Chefs: Christopher Weide (36), Steffen Kepper (39)
Branche: Produktion
Mitarbeiter: 3
Gründungsjahr: 2010
Firmensitz: Neukölln

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