Wirtschaft : Sero setzt voll auf Wachstum

BERLIN (Tsp).Die Sero Entsorgung AG, Berlin, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 1997/98 (30.Juni) nach eigenen Angaben ihren starken Wachstumskurs konsequent fortgesetzt.Wie es in einer Pressemitteilung vom Donnerstag heißt, liege das Jahresergebnis mit 17,07 Mill.DM voll im Plan.Allerdings wurden die Planzahlen erst im Mai deutlich nach unten revidiert.Im Geschäftsjahr 1996/97 lag das Ergebnis vor Steuern noch bei 20,3 Mill.DM.Zur Dividende machte der Vorstand keine neuen Angaben.Im vergangenen Herbst hatte es geheißen, für 1997/98 sei eine Dividende von 0,80 DM je 5-DM-Aktie vorgesehen.Im Februar diesen Jahres wurde dann sogar von einer DM je Aktie gesprochen.Der Konzernumsatz sei in der Berichtszeit um 62,3 Prozent auf 344 Mill.DM gesteigert worden.

Entscheidend für das deutliche Wachstum sei neben den Übernahmen mittelständischer Recyclingunternehmen im Laufe des Geschäftsjahres vor allem die starke Entwicklung des Segments Deckelsackentsorgung gewesen.Hier nutze Sero seit 1993 eine Lizenz.Allein in diesem Segment sei der Umsatz von 25,9 Mill.DM auf 53, 1 Mill.DM gestiegen.Für die Zukunft ist der Vorstand ausgesprochen zuversichtlich.Zum einen seien die Rahmenbedingungen für die Recyclingwirtschaft positiv, zum anderen führe Sero zur Zeit einige vielversprechende Übernahmeverhandlungen.

Sero ist nach eigenen Angaben das größte Recyclingunternehmen Deutschlands.Mit knapp 900 Beschäftigten betreibt es das zu DDR-Zeiten praktizierte Recyclingkonzept und sammelt Wertstoffe, bereitet diese auf und führt sie der Wirtschaft wieder zu.Sero ist mittlerweile in allen deutschen Bundesländern vertreten.

Erst in jüngser Zeit hatte Sero eine Recycling-Anlage für Windeln in Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern mit bisher zwölf Beschäftigten in Betrieb genommen.Es ist die bisher einzige derartige Anlage in Europa.Hier soll eine Wiederverwertungsquote von rund 84 Prozent erreicht werden.

Die Aktien des Unternehmens, daß seit 1995 an der Börse notiert wird, befinden sich zu rund 75 Prozent im Besitz der Dülmener EWS Euro Waste Service AG der Familie Loebbert und zu 25 Prozent in Streubesitz.

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