Shopping-Center : Blackstone kauft für Milliarden ein

Der US-Finanzinvestor kauft für 9,4 Milliarden Dollar die knapp 600 US-Einkaufszentren des australischen Shopping-Center-Betreibers Centro. Blackstone habe sich gegen Konkurrenten wie den Immobilienarm von Morgan Stanley durchgesetzt.

Sydney Blackstone bringt die Beteiligungsbranche wieder in Schwung: Kreisen zufolge kauft der US-Finanzinvestor für 9,4 Milliarden Dollar die knapp 600 US-Einkaufszentren des australischen Shopping-Center-Betreibers Centro. Damit kommt der Investor seinem Traum von einer baldigen Rückkehr zu zweistelligen Milliardendeals schon nah.

Blackstone habe sich gegen Konkurrenten wie den Immobilienarm von Morgan Stanley durchgesetzt, sagte eine mit der Transaktion vertraute Person am Montag. Die Investmentgesellschaft war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen, Centro lehnt einen Kommentar ab. Mit einer offiziellen Bekanntgabe wird für Dienstag gerechnet.

Blackstone erwirbt den Kreisen zufolge neben den 560 Einkaufszentren in den USA noch einige andere Immobilien von Centro. Der Investor habe eingewilligt, den Buchwert zu zahlen, sagte die Person. Mit dem Zukauf baut Blackstone sein Immobilien-Portfolio deutlich aus. Zum Besitz der Firma gehören unter anderem die Hilton-Hotels, die der Investor kurz vor der Krise für 26 Milliarden Dollar erwarb.

Anschließend waren Megaübernahmen rar gesät. Beteiligungsgesellschaften wie Blackstone oder KKR und Permira kamen kaum an neue Kredite, mit denen sie üblicherweise ihre Übernahmen finanzieren. Zudem ächzten sie unter hauseigenen Problemen. So gab Blackstone im vergangenen Jahr insgesamt zehn Milliarden Dollar für Unternehmen aus – wenig mehr als nun für die US-Einkaufszentren von Centro.

Inzwischen spüren Finanzinvestoren aber wieder einen großen Vertrauensvorschuss der Anleger. Blackstone hatte zuletzt 30 Milliarden Dollar für Einkäufe zur Verfügung. Kritiker fürchten allerdings, dass in den nächsten Jahren eine neue Blase entstehen könnte.

Centro gehörte zu einem der ersten Opfer der Finanzkrise in Australien und hat inzwischen einen Schuldenberg von rund 16 Milliarden Dollar aufgetürmt. Wegen der hohen Schulden bot Centro einen Teil seiner Anlagen zum Verkauf an. (rtr)

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