Wirtschaft : Sicher bremsen mit dem Canadier Stop

Wo Inlineskater richtig Rollen lernen – und auf welchen Strecken sie ihre Künste dann auch vorführen können

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Auch Skaten will gelernt sein. Dafür gibt es Kurse. Zuerst lernen Skater, richtig zu stürzen. Beim Falltraining zeigt der Coach, wie man hinfällt, ohne sich weh zu tun. Auch auf Punkt bremsen ist wichtig, da man sich als Skater meist im Straßenverkehr bewegt. Wer nicht schnell genug stoppen kann, rammt sonst womöglich Fußgänger oder landet auf der Motorhaube. Erst, wer richtig fallen und bremsen kann, lernt bei den Kursen des InlineVerbands DRIV elegante Kurventechnik und Feinheiten. Ein Kurs im Horst-Dohm-Stadion in Wilmersdorf kostet Erwachsene für drei mal zwei Stunden 40 Euro. Für Kids kostet der Einsteigerkurs 30 Euro (Telefon: 793 14 52).

Auch die Skateschule von Alexander Brauer bietet Einsteigerkurse. Neben den Anfängerlektionen können Skate-Fans in Charlottenburg auch Techniken für Fortgeschrittene lernen: rückwärts laufen, Powerslide oder „Canadier Stop“. Das ist eine Seitwärtsbremsung wie beim Eislaufen, die zwar auf die Rollen geht, aber extrem cool aussieht. Ein Kurs umfasst vier einstündige Termine und kostet 60 Euro. Jetzt im Sommer finden die Kurse auf einem 4000-Quadratmeter-Trainingsgelände im Wedding statt ( www.inlineskateschule.de ).

Wem das Durch-die-Gegend-Rollen nicht genügt, kann das Skaten auch mit anderen Sportarten kombinieren. Skatehockey ist seit Jahren beliebt, neuer ist Basketball auf Rollen, das Inline-Begeisterte beim Neuköllner TSC Berlin 1893 erlernen können. „Es macht sehr viel Spaß, mal was neues auf dem Skate auszuprobieren“, begründet Peter Krüger sein Engagement für den Trendsport ( www.tsc-berlin.de ). Kids, die ihre Fahrkünste erproben wollen, können sich auf 800 Quadratmetern im Stadtpark Lankwitz austoben. Wer Abwechslung sucht, findet in immer mehr Urlaubsorten ausgefallene Strecken. Etwa im Chiemgauer Inzell, wo Skater auf einer elf Kilometer langen Tour den Spuren des historischen Salzbergbaus folgen.

Der Berliner Klassiker ist der Kronprinzessinnenweg an der Avus; rund eine Autostunde entfernt liegt der Fläming-Skate ( www.flaeming-skate.de ). In der Nähe von Luckenwalde ist ein Rundkurs von etwa 100 Kilometern Länge, sowie zwei kürzere Strecken mit zwölf beziehungsweise knapp sieben Kilometern entstanden. „Am Wochenende ist hier halb Berlin, vor allem auch viele Radfahrer“, warnt die Bedienung in der Jagdgaststätte in Luckenwalde. Das Lokal nahe an der Strecke verfügt über einen großen, schattigen Biergarten, der auch am Wochenende noch Plätze bietet. Auch in Kolzenburg ist dann alles dicht, und im dortigen Biergarten muss man lange Wartezeiten in Kauf nehmen, bis es etwas zu essen oder trinken gibt. Wer es sich aussuchen kann, sollte also unter der Woche „auf die Piste“ gehen. Und noch eines gibt es zu beachten: Die Strecke ist eine Fahrradstraße. Skater haben keine Vorfahrt. avi/dr

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