Wirtschaft : Sicher fahren

Bosch setzt auf Innovationen in der Autotechnik.

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Berlin - Für Bosch liegt die Zukunft auf der Straße. Allein mit der Entwicklung von Sicherheits- und Fahrerassistenzsystemen für das Auto befassen sich derzeit 5000 Ingenieure. Nur in diesem Bereich setzt der größte Autozulieferer der Welt fünf Milliarden Euro um. Die Kraftfahrzeugtechnik insgesamt kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von gut 31 Milliarden Euro (plus 2,1 Prozent) und einen Gewinn vor Steuern von 1,4 Milliarden Euro. Die Erlöse des Stuttgarter Konzerns, zu dem neben der Kfz-Technik auch noch die Bereiche Industrie- und Gebäudetechnik/Gebrauchsgüter gehören, erhöhte sich 2012 nur leicht auf 53 Milliarden Euro. Der operative Gewinn rutschte ab auf 1,3 Milliarden Euro, weil es in der Solarsparte ein Minus von einer Milliarde gab. Auch deshalb hatte Bosch- Chef Volkmar Denner, der am Donnerstag die Bilanz vorstellte, kürzlich den Ausstieg aus der Solarbranche beschlossen. Weltweite Überkapazitäten und ein dramatischer Preisverfall hatten die Geduld der Stuttgarter überstrapaziert.

In diesem Jahr rechnet Denner mit einem Umsatzplus um zwei bis vier Prozent, obwohl die Entwicklung im ersten Quartal „verhalten“ gewesen sei. Vor allem Sparmaßnahmen sollen helfen, den Ertrag zu steigern. Risiken sieht Denner in „der hohen Staatsverschuldung in den USA und Europa“, erwartet aber gleichzeitig ein Ende der Rezession in Europa. Auf dem alten Kontinent fiel der Umsatz im vergangenen Jahr um knapp zwei Prozent auf rund 30 Milliarden Euro. Dagegen gab es in Nordamerika (17 Prozent) und in Asien-Pazifik (5,6 Prozent) ordentliche Zuwachsraten.

Dass Bosch trotz Ausstieg aus der Solartechnik ein Zukunftskonzern ist, zeigen folgende Zahlen: 2012 flossen 4,8 Milliarden Euro in die Bereiche Forschung und Entwicklung mit fast 43 000 Mitarbeitern. Ein Kerngebiet dabei sind Antriebssysteme für Autos. „Mit der Weiterentwicklung von Benzin- und Dieseleinspritzsystemen kann der Verbrauch um bis zu 20 Prozent gesenkt werden“, glauben die Bosch-Entwickler. alf

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