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Sicherheitsbranche : Securitas-Chef für bessere Ausbildung

Zu viele Unternehmen, zu wenig gut ausgebildete Aufpasser: Der Securitas-Chef möchte das Sicherheitsgewerbe beim Innenministerium andocken.

Marie Rövekamp
Manfred Buhl ist Chef der Sicherheitsfirma Securitas Deutschland mit gut 20 000 Mitarbeitern.
Manfred Buhl ist Chef der Sicherheitsfirma Securitas Deutschland mit gut 20 000 Mitarbeitern.Foto: Doris Spiekermann-Klaas

Manfred Buhl, Chef des Sicherheitsunternehmens Securitas Deutschland, fordert eine bessere Ausbildung in der Sicherheitsbranche. "Qualität bekommt man nicht zum Nulltarif, aber billig schlägt in unserer Branche oft Qualität", sagte er im Interview mit dem Tagesspiegel. "Ob da nun ein solide ausgebildeter Sicherheitsmann steht oder jemand, der 40 Stunden lang einen Kurs besucht hat, entscheidet letztlich der Kunde und dessen Zahlungsbereitschaft", sagte Buhl. In Deutschland gebe es mehr als 5500 Sicherheitsunternehmen. "Das sind viel zu viele", sagte Buhl.  Er plädiert dafür, die private Sicherheitsbranche - wie in anderen europäischen Ländern - nicht mehr an das Wirtschafts- sondern an das Innenministerium anzubinden. Dort habe die Sicherheit höchste Priorität und deswegen auch die Qualität der Sicherheit. Statt nach Bundeswehreinsätzen im Inneren oder mehr Polizei zu rufen, könnte man die private Sicherheitsbranche in Deutschland generell besser nutzen. "Ich meine, wenn wir Kernkraftwerke bewachen können, warum dann nicht auch eine Botschaft", sagte Buhl dem Tagesspiegel. 

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