Wirtschaft : Sieben Beteiligungen sollen verkauft, vier an die Börse gebracht werden

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Die Berliner Beteiligungs- und Risikokapitalgesellschaft bmp plant für die Jahre 2000 und 2001 deutliche Zuwächse bei Umsatz und Gewinn. In Zukunft werde die Gesellschaft höhere Anforderungen an die Unternehmen stellen, in die investiert werden soll, sagte bmp-Vorstand Ralph Günther am Mittwoch in Berlin. Geplant sind weniger Engagements dafür aber mit höherem Einsatz. Etwa fünf bis zehn Beteiligungen aus dem aktuellen Bestand von 63 Engagements passten nicht mehr optimal in das Portfolio und sollen zu einem günstigen Zeitpunkt abgegeben werden. Dass die von der Bundesregierung geplanten Steuererleichterungen bei Beteiligungsverkäufen tatsächlich Gesetz werden, wagt man bei bmp nicht zu hoffen. Die Auswirkungen für das Unternehmen wären enorm, "denn fast alle bmp-Erträge wären dann steuerfrei", sagte Vorstands-Chef Oliver Borrmann.

1999 erhöhte die im S-Dax notierte Gesellschaft den Umsatz um 550 Prozent auf 14,3 Millionen Euro (28 Millionen Mark). Davon wurden 9,3 Millionen Euro durch den Verkauf von Beteiligungen erwirtschaftet. Der Gewinn betrug nach vorläufigen Zahlen etwa 1,9 bis zwei Millionen Euro, was einem Ergebnis pro Aktie von 0,18 Euro nach Steuern entspricht. Im Vorjahr lag das Ergebnis pro Aktie noch bei minus 0,02 Euro.

Für 2000 plant bmp einen Umsatz von 28,7 Millionen Euro. Vorgesehen ist, sieben Beteiligungen zu verkaufen und vier an die Börse zu bringen. Der Gewinn soll auf 7,5 Millionen Euro steigen, entsprechend einem Ergebnis pro Aktie von 0,61 Euro. 2001 ist ein Umsatz von 57,7 Millionen Euro und ein Gewinn von 15,9 Millionen Euro geplant (1,30 Euro pro Aktie). Dann sollen sechs Beteiligungen an die Börse geführt und zehn verkauft werden. Eine Kapitalerhöhung sei nicht geplant. bmp verfüge über ausreichend Liquidität, sagte Borrmann.

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