Wirtschaft : Siemens baut mit Russen Turbinen Joint-Venture soll in Sankt Petersburg sitzen

München - Siemens gründet mit dem russischen Unternehmen Power Machines OJSC ein Gemeinschaftsunternehmen zum Bau von Gasturbinen. Das Joint-Venture mit Sitz in Sankt Petersburg solle in den nächsten Monaten anlaufen, teilte Siemens am Montag in Erlangen mit. Siemens wird nach eigenen Angaben 65 Prozent an dem Unternehmen halten und im Gegenzug seine bisherige Beteiligung von 25 Prozent plus einer Aktie an Power Machines an den Mehrheitseigentümer Highstat Ltd. abgeben. „Mit dem Joint-Venture werden wir den Markt für Gasturbinen, Gaskraftwerke und kombinierte Gas- und Dampfkraftwerke in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten bedienen“, sagte Michael Süß, Chef des Energie-Sektors bei Siemens.

Das Unternehmen soll die Entwicklung, Fertigung und den Service von Gasturbinen für Russland und andere Länder der GUS-Staaten übernehmen. Die Erwartungen der Deutschen sind hoch: Von den Kraftwerken in den GUS-Staaten mit derzeit 370 Gigawatt installierter Leistung – doppelt so viel wie in Deutschland – sind mehr als die Hälfte älter als 30 Jahre. Der Bedarf an Modernisierung sei enorm, sagte ein Siemens-Sprecher. Die installierte Leistung von Gasturbinenkraftwerken solle in den kommenden fünf Jahren um 50 Prozent steigen. dpa

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