SIEMENS : Ein Traditionskonzern im Sumpf

DER KONZERN



Siemens mit Sitz in München ist einer der größten deutschen Industriekonzerne. Gegründet wurde er vor gut 160 Jahren in Berlin, wo er bis heute seinen weltweit größten Fertigungsstandort hat. Siemens beschäftigt rund 400 000 Mitarbeiter – knapp ein Drittel im Inland – und erzielt einen Jahresumsatz von über 70 Milliarden Euro.

DER SKANDAL

Seit fast zwei Jahren ist Siemens mit der Aufarbeitung eines beispiellosen Korruptionsskandals beschäftigt. In zahlreichen Ländern laufen Verfahren, schon jetzt gehen die Strafen, Bußgelder und Anwaltshonorare in die Milliarden. Allein die Münchner Staatsanwälte führen 300 Beschuldigte in den Akten. Ein erster Strafprozess ist mit einer Geld- und Bewährungsstrafe zu Ende gegangen. Verfahren laufen auch gegen die früheren Siemens-Chefs Heinrich von Pierer und Klaus Kleinfeld. Zudem könnte die US-Börsenaufsicht SEC eine Milliardenstrafe verhängen. Fragen nach dem Stand dieses besonders heiklen Verfahrens beantwortet Vorstandschef Peter Löscher nicht.

DER CHEF

Der 51-Jährige ist Österreicher und hat in Asien und den USA studiert. Bei den US-Konzernen General Electric – einem direkten Siemens-Konkurrenten – und Merck & Co bekleidete er Top-Positionen, bevor er vor gut einem Jahr nach München wechselte. Er ist mit einer Spanierin verheiratet und hat drei Kinder. Tsp

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