Wirtschaft : Siemens trennt sich von den Panzern Verkauf der Beteiligung an Krauss-Maffei Wegmann

Berlin - Siemens verkauft seine Beteiligung am Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann. „Mit dieser Transaktion setzen wir unsere Strategie der sorgfältigen Konzentration auf unsere Kerngebiete Energie- und Umwelttechnik, industrielle Infrastruktur und Gesundheitstechnik konsequent fort“, sagte Finanzvorstand Joe Kaeser am Freitag. Die Beteiligung von 49 Prozent erwarb Siemens im Jahr 2001 zusammen mit einer ganzen Reihe von Geschäften aus dem zerschlagenen Industriekonzern Mannesmann. Siemens verkauft seine Beteiligung nun an die Wegmann Gruppe, der bisher schon 51 Prozent von Krauss- Maffei Wegmann gehörten. Krauss-Maffei Wegmann – mit mehr als 3400 Mitarbeitern überwiegend in Deutschland – baut unter anderem zusammen mit Rheinmetall den Kampfpanzer Leopard und den neuen Schützenpanzer Puma.

Über den Kaufpreis haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart. Experten gehen davon aus, dass er unter einer halben Milliarde Euro lag. Siemens hat die Beteiligung – ebenso wie etwa die Anteile an Nokia Siemens Networks oder an Bosch Siemens Hausgeräte – lediglich als Kapitalbeteiligung geführt, sich ins operative Geschäft nicht eingemischt und die Ergebnisse nicht einzeln ausgewiesen. Finanzchef Kaeser hatte jedoch immer von einem profitablen Geschäft gesprochen. Dennoch trennt sich Siemens konsequent von allen Geschäften, die nicht mehr zu den Kernbereichen gehören. Dass Siemens so lange an der Beteiligung am Panzerbauer festgehalten habe, erklärt ein Sprecher damit, dass „die Wehrtechnik ein sensibles Geschäft“ sei. vis

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