Wirtschaft : Siemens verkauft US-Tochter

Siemens verkauft seine US-Telekommunikations-Tochter Unisphere an Juniper Networks. Der amerikanische Netzwerkausrüster biete rund 740 Millionen Dollar, teilte die Siemens AG (Berlin/München) am Montag mit. 375 Millionen Dollar sollen in bar gezahlt werden, der Rest in Juniper-Aktien. Damit wird Siemens nach eigenen Angaben nach der Transaktion knapp zehn Prozent an Juniper halten. Unisphere ist auf Internet-Vermittlungsanlagen - so genannte Router - spezialisiert.

Siemens ist mit dem Erlös aus dem Verkauf zufrieden. Der Verkaufspreis von insgesamt 740 Millionen Dollar (805 Millionen Euro) sei "sehr attraktiv", sagte der Chef der Siemens- Netzwerksparte ICN, Thomas Ganswindt in München. Siemens hatte Unisphere 1999 aus drei US-Firmen gebildet, die für zusammen knapp eine Milliarde Dollar übernommen worden waren.

Ursprünglich sollte Unisphere an die US-Technologiebörse Nasdaq gebracht werden. Der Konzern ging damals von einer Bewertung von etwa 2,2 Milliarden Dollar aus. "Das war aber in einem ganz anderen Marktumfeld", sagte Ganswindt. Das Bündnis mit Juniper trage zur Konsolidierung des Marktes für Router bei. So entstehe ein ernsthafter Konkurrent für den Branchenriesen Cisco. In Zukunft wird Juniper künftig Router an die Münchner liefern und erhält so Zugang zu Siemens-Kunden in mehr als 190 Ländern. Siemens wiederum wendet sich mit Hilfe der Juniper-Produkte an die Telekommunikationsbetreiber.

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