Wirtschaft : Siezen auf Hamburgisch

Gerade, wenn sich Kollegen gut verstehen, ist es nicht leicht, die Grenze zwischen Beruflichem und Privatem zu ziehen. Bietet einem ein Kollege aber das Du an, lässt sich das nicht so einfach ablehnen. Denn dann fühlt sich der andere schnell zurückgesetzt. Beschäftigte müssten daher gut begründen, wenn sie lieber beim Sie bleiben, rät der Verlag für die Deutsche Wirtschaft in Bonn. Als Erstes sollten Berufstätige ihre Freude über den Sympathiebeweis ausdrücken. Dann müssten sie dem anderen erklären, dass die Ablehnung nicht persönlich gemeint ist. Eine Absage könne lauten: „Danke, das ehrt mich. Im Geschäftlichen ist mir das Sie allerdings lieber.“ Als Grund lasse sich auch anführen, dass Dritte ein Duz-Verhältnis missverstehen könnten. Ein Kompromiss sei es, das „Hamburger Sie“ anzubieten, so der Verlag. Dabei wird die Anrede „Sie“ mit dem Vornamen kombiniert. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben