Wirtschaft : Sinkende Überschüsse bei BP: Vorstand: Dea-Rabattkarte ist schuld am Preiskampf

kvo

Bei der deutschen BP AG ist man trotz sinkender Überschüsse zufrieden mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Trotz eines "widrigen Geschäftsumfeldes" habe man einen Jahresüberschuss von 473 Millionen Mark nach 585 Millionen Mark 1998 erreicht, sagte der Vorstandsvorsitzende Uwe Franke am Dienstag in Hamburg bei der Vorstellung der Jahresbilanz.

Der Preiskampf an den deutschen Tankstellen hat das Unternehmen alleine in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 30 Millionen Mark gekostet. Laut Franke ist dafür vor allem die Payback-Rabattkarte des Konkurrenten RWE-Dea verantwortlich. Durch die hohen Erträge im Gasgeschäft werde das schwierige Tankestellengeschäft aber zum Teil wieder ausgeglichen.

Der Konzernumsatz einschließlich Mineralölsteuer nahm als Folge des gestiegenen Ölpreises um 1,3 auf 21,1 Milliarden Mark zu. Der inländische Mineralölabsatz sank um drei Prozent auf 123 Millionen Tonnen.

Das Unternehmen rechnet beim inländischen Mineralölabsatz in diesem Jahr entgegen der Vorjahresentwicklung mit einer Zunahme. Der Benzinverbrauch dürfte demnach stagnieren.

Die deutsche BP hielt als erstes deutsches Groß-Unternehmen außerhalb der Computerbranche ihre Pressekonferenz im Internet ab. Der Weg zum interaktiven Gespräch war allerdings schlecht ausgeschildert - der Konferenz-Hinweis auf der Internet-Seite der Deutschen BP war erst nach einigen Klicks zu finden. Wer schließlich jedoch auf der gelb-grünen Seite www.bppressegespraech.de gelandet war, konnte seine Fragen per E-Mail an den Vorstandsvorsitzenden Franke und Vorstandsmitglied Peter Knoedel stellen. Hinterher war allerdings ein Teil der Teilnehmer mit der interaktiven Konferenz unzufrieden: Kritisiert wurde vor allem die Kürze der Antworten und der fehlende persönliche Kontakt. Das Protokoll der Konferenz ist unter der selben Adresse im Internet abrufbar.

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