Wirtschaft : Sixt AG: Gebrauchtwagen belasten den Autovermieter

tmh

Die Tahlfahrt des Münchner Autovermieters Sixt AG geht auch 2001 weiter. Nachdem der Jahresüberschuss schon im Vorjahr um ein Fünftel auf 27,3 Millionen Mark zurückgegangen ist, werde er in dieser Periode nochmals ein Zehntel abnehmen, sagt der Vorstand um Firmenchef Erich Sixt in einem Zwischenbericht voraus. Das Vorsteuerergebnis, das 2000 bei 71,5 Millionen Mark stagniert hatte, nehme dieses Jahr voraussichtlich um ein Fünftel ab. Die Misere des heimischen Marktführers gehe auf den hier zu Lande verstopften Gebrauchtwagenmarkt zurück, der die ganze Branche belaste. Weil das Angebot an gebrauchten Pkw die Nachfrage seit langem übertrifft, haben die Kfz-Hersteller und Händler für Sixt und deren Konkurrenten die Rücknahmepreise für Mietwagen reduziert, was bei den Autovermietern zu stark steigenden Fuhrparkkosten führt. Der Aufbau des Internet-Geschäfts brachte Sixt zudem gut fünf Millionen Mark Anlaufverluste.

"Wir haben zu viele Fahrzeuge eingekauft," hatte der Firmenchef zuletzt eingeräumt. Er hat deshalb in Deutschland 2000 einen Strategiewechsel eingeleitet und von Wachstum auf Gesundschrumpfen umgeschaltet. Früheren Angaben zufolge wurden 100 von 1100 Stellen abgebaut und 25 Vermietstationen geschlossen. Das hat den heimischen Vermietumsatz 2000 um über 13 Prozent auf 1,1 Milliarden Mark gesenkt. Zuletzt war Sixt mit gut 30 Prozent heimischer Marktführer bei Autovermietungen. Nur durch den Zukauf einer neuen Tochter in Großbritannien und ein stark wachsendes Leasing-Geschäft konnte 2000 der Konzernumsatz um gut sechs Prozent auf 5,1 Milliarden Mark gesteigert werden. 2001 soll der Umsatz um rund ein Zehntel schrumpfen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar