Wirtschaft : Sket-Beihilfenstreit bald vor dem Gericht

Verwalter droht mit Klage

BERLIN (rtr).Die bankrotte Magdeburger Maschinenbaufirma Sket will sich nach einem Bericht von "Focus" notfalls vor Gericht gegen die Rückzahlung von Beihilfen wehren.Sket-Verwalter Wolfgang Wutzke weigere sich, die von der EU-Kommission geforderte Rückzahlung von 600 Mill.DM aus der Konkursmasse des ehemaligen Maschinenbau-Kombinats zu leisten, berichtete das Magazin am Sonnabend vorab.Die Kommission hatte am Mittwoch entschieden, die von der Treuhandanstalt und ihrer Nachfolgerin BvS ausgezahlten Beihilfen seien illegal gewesen.Wutzke will den Streit mit der EU notfalls vor Gericht entscheiden lassen.Er halte den EU-Beschluß für "Unfug".Die Kommission hatte gefordert, die deutschen Behörden müßten die zwischen 1994 und 1996 illegal geleisteten Hilfen von Sket zurückfordern. Die Firma war Ende 1996 in Gesamtvollstreckung gegangen und in sechs Auffanggesellschaften geteilt worden.Die Kommission hatte mitgeteilt, es sei Sache der Behörden, wie das Geld zurückgefordert werde.Nach Ansicht des Unternehmens und der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) sind die Auffanggesellschaften von den alten Sket-Verbindlichkeiten nicht betroffen.Insgesamt hatte die BvS zwischen 1993 und 1996 Beihilfen von insgesamt 1,3 Mrd.DM an die Firma gezahlt.

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