Wirtschaft : Smart schauen

Fast alle TV-Geräte haben Internetzugang, manche sogar über Mobilfunk

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Die neue Generation. Auf dem Smart-TV lassen sich auch online Spiele spielen. Foto: Reuters
Die neue Generation. Auf dem Smart-TV lassen sich auch online Spiele spielen. Foto: ReutersFoto: REUTERS

Berlin - Vor 44 Jahren wurde das Fernsehen auf der Funkausstellung farbig präsentiert, später digital, dann hochauflösend und dreidimensional. Jetzt wird es smart. Philips, der größte europäische Hersteller von Unterhaltungselektronik, schloss dazu in Berlin eine Smart-TV-Allianz mit seinen asiatischen Konkurrenten Sharp und LG sowie dem deutschen TV- Produzenten Loewe. Die vier Unternehmen einigten sich auf eine Plattform für Fernseher mit Internetanschluss („Smart TV“), teilte Philips-Manager Robert Smits am Donnerstag auf der Ifa mit.

Die Unternehmen wollen damit die Erstellung von Internet-basierten Diensten auf dem Fernseher erleichtern. Der direkte Zugang zum Internet vom Fernseher aus gilt als der große Trend der diesjährigen Ifa.

Die Telekom, die keine Geräte herstellt, hat mit Entertain ein eigenes TV- Angebot, mit dem Kunden im Netz surfen, zeitversetzt fernsehen können oder Zugriff auf eine Mediathek haben. Auf der Ifa kündigte der für das Deutschlandgeschäft zuständige Vorstand Niek Jan van Damme an, dass das TV-Angebot jetzt auch per Satellit empfangbar und damit für mehr als 75 Prozent aller deutschen Haushalte verfügbar sei. Derzeit hat die Telekom 1,3 Millionen Kunden für das Internet-TV-Angebot, bis Ende des kommenden Jahres sollen es 2,5 Millionen sein.

Konkurrent Vodafone setzt bei seinem TV-Produkt neben den klassischen Empfangswegen auch auf den Zugang über die neue leistungsstarke Mobilfunkgeneration LTE. So will das Unternehmen sein TV-Produkt auch dort anbieten, wo keine großen DSL-Bandbreiten verfügbar sind. Die für den Empfang nötige Set-Top-Box werde zudem so weiterentwickelt, dass sie mit anderen elektronischen Geräten kommunizieren könne.

Vodafone wird die LTE-Technik nun auch in die Großstädte bringen. „Wir fangen in Düsseldorf an, weil wir in Nordrhein-Westfalen die vorgeschriebene Abdeckung in der Fläche erreicht haben“, sagte Deutschland-Chef Fritz Joussen. Zunächst wird LTE für Internetanschlüsse dort eingesetzt, wo DSL-Leitungen fehlen. Die Telekom zeigte auch das erste LTE-Handy von Samsung – es kommt aber erst im nächsten Jahr.

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