Wirtschaft : So klappt der Jobwechsel

Den Job wechseln, sich selbstständig machen, noch einmal studieren? Klingt verlockend. Doch große berufliche Entscheidungen werden oft immer wieder aufgeschoben – bis am Ende nichts passiert. Dahinter steckt die Angst, etwas falsch zu machen. Wann ist es Zeit für einen Wechsel? „Wenn die Lebendigkeit gedämpft wird, im Büro und privat, dann ist das ein Warnsignal“, sagt Karrierecoach Martin Wehrle. Das sieht Karriereberaterin Carolin Lüdemann ähnlich: „Wenn es absehbar ist, dass sich nichts ändert, dann ist es mehr als eine Phase.“ Und dann muss ein Schnitt kommen.

Wehrle fragt seine Kunden: „Was würden Sie tun, wenn Sie beliebig Geld zur Verfügung hätten und trotzdem arbeiten wollten?“ So würden die Menschen weggelenkt vom Materiellen hin zu ihren wirklichen Wünschen. Wichtig ist laut Lüdemann eine möglichst detailgetreue und bildhafte Vorstellung von der eigenen Zukunft. Jetzt führe nur noch die Angst, etwas falsch zu machen, dazu, dass wir keine Entscheidung treffen, sagt Lüdemann. Wie mache ich den ersten Schritt? Wehrle rät: „Lieber erstmal einen Fuß auf das Eis setzen und probieren, wie es trägt, drei Schritte machen und den Rückweg offen halten.“ Schließlich geht es um etwas, die meisten leben in materiellen Zwängen. Bei der Überwindung erster Hürden hilft ein Zeitplan. „Studien haben gezeigt: So viel Zeit, wie wir uns geben, so viel Zeit brauchen wir auch“, sagt Lüdemann. Positiver Druck sei aber hilfreich. dpa

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