Wirtschaft : So sparen Sie auch in Ihrem Urlaubsland Telefonkosten

CORINNA VISSER

Der Sommerurlaub steht vor der Tür. Sicher werden Sie den Daheimgebliebenen mitteilen wollen, daß Sie gut in der Ferne angekommen und gut untergebracht sind. Doch der Anruf aus der Telefonzelle ist häufig kein Vergnügen. Zuerst müssen Sie sich eine ausländische Telefonkarte oder eine Handvoll Münzen besorgen und sich dann mit der Bedienung der fremden Telefonzellen herumplagen. Bequemer ist der Anruf aus dem Hotel. Doch der kann teuer werden. Die Hotels verlangen meist kräftige Aufschläge auf die ohnehin teuren Auslandstarife. Doch es gibt eine Alternative: Calling Cards, Telefonkarten, die Sie bereits in Deutschland kaufen und auch im Ausland einsetzen können.

Es gibt zwei Arten von Calling Cards. Für die einen bezahlen Sie einen festen Betrag im voraus. Es gibt je nach Anbieter Karten von zehn bis 100 DM. Diesen Betrag können Sie abtelefonieren. ACC, Debitel, Deutsche Telekom, Esprit, First Telecom, Otelo und Telegroup bieten vorausbezahlte (prepaid) Calling Cards an. Die zweite Variante sind Karten, bei denen Sie Ihre Telefongespräche nachträglich bezahlen: per Rechnung, Abbuchung vom Konto oder Kreditkarte. Das empfiehlt sich, wenn Sie viel im Ausland unterwegs sind und vorher nicht abschätzen können, wie hoch Ihre Telefonausgaben sein werden. Für eine kurze Urlaubsreise lohnt sich das meist nicht. Nachträglich zu bezahlende (postpaid) Calling Cards bieten ACC, Deutsche Telekom, Esprit, Otelo, Telegroup, Viag Interkom und Viatel an.

Calling Cards funktionieren anders als die üblichen Telefonkarten, die Sie in Deutschland in den Apparat in der Telefonzelle stecken. Sie können sie von jedem Telefonapparat aus benutzen: in der Telefonzelle in Spanien oder im Hotelzimmer in New York. Die Karten sind nur ein Merkzettel in der Größe einer Visitenkarte. Sie finden darauf die Informationen des Anbieters - zum Beispiel über die jeweiligen kostenfreien Zugangsnummern in den verschiedenen Ländern. Informieren Sie sich vor der Abreise, in welchen Ländern Sie eine Karte einsetzen können, denn nicht alle Karten funktionieren überall.

Und so werden die Calling Cards benutzt: Sie wählen zunächst die kostenlose Zugangsnummer des Landes, in dem Sie sich gerade befinden. In einigen Ländern müssen Sie dazu in den Telefonzellen zunächst eine Münze einwerfen, die Sie am Ende des Gesprächs aber zurückbekommen. Nach der Zugangsnummer geben Sie die Nummer Ihrer Karte ein, mit der das Gespräch bezahlt werden soll. Bei nachträglich zu bezahlenden Karten geben Sie zusätzlich eine Geheimnummer ein, die Sie vor Mißbrauch schützen soll. Oft meldet sich auch die freundliche Stimme eines deutschsprachigen Operators und fragt nach Kartennummer und Geheimzahl. Anschließend geben Sie die gewünschte Rufnummer ein - schon werden Sie verbunden. Achten Sie sorgfältig auf Ihre vorausgezahlte Telefonkarte. Wenn sie verloren geht, kann der Finder auf Ihre Kosten telefonieren.

Calling Cards können Sie auch im Ausland mit einem Handy nutzen. Kunden von D2, E-plus und E2 können dies uneingeschränkt tun. D1-Teilnehmer sollten sich vor der Abreise erkundigen, ob in Ihrem Urlaubsland eine kostenlose Einwahl möglich ist.

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