So war der Tag : 2010: Dax gewinnt 16 Prozent

Der Dax hat am Donnerstag das Jahr mit einem Plus von 16 Prozent bei 6914 Zählern abgeschlossen. Im Vergleich zum Mittwoch verlor der Leitindex am verkürzten letzten Handelstag des Jahres allerdings 1,2 Prozent. Er scheiterte damit an der psychologisch wichtigen Marke von 7000 Zählern, die er am Morgen noch übersprungen hatte. Doch Anleger müssen dies nicht als schlechtes Omen sehen: Auch 2009 war der Dax am letzten Tag an einer wichtigen Hürde gescheitert: der 6000er- Marke.

Für den M-Dax ging es am Donnerstag um 0,1 Prozent auf 10 128 Punkte nach oben, hier brachten die vergangenen zwölf Monate einen Zuwachs von mehr als einem Drittel. Der Tec-Dax beendete den Donnerstag indes mit einem Abschlag von 0,42 Prozent mit 850 Punkten, das Jahresplus fiel mit rund vier Prozent vergleichsweise gering aus.

2010 prallten die Sorgen um die Schuldenkrise in einigen Ländern der Euro-Zone und die Angst vor einem Rückfall der USA in die Rezession am deutschen Aktienmarkt ab. Stattdessen versetzte die überraschend starke deutsche Konjunktur Anleger in Kauflaune. Händler führten die Kursverluste am Donnerstag denn auch auf technische Faktoren zurück. So habe eine größere Order vom Terminmarkt bei geringen Umsätzen die Kurse belastet. „Der ein oder andere versucht vielleicht noch, Positionen glatt zu stellen und ein wenig Kasse zu machen“, sagte ein Händler. „Ich würde das nicht überbewerten.“

Autowerte verabschiedeten sich am Donnerstag uneinheitlich aus dem Handel. BMW-Titel legten um 0,2 Prozent zu, Daimler dagegen drehten im späten Handelsverlauf noch ins Minus und verloren am Ende 1,2 Prozent. Die Vorzüge von Volkswagen gaben um zwei Prozent nach. Auf Jahressicht waren die Aktien der Autobauer VW und BMW die größten Gewinner im Dax. Beide Titel verbuchten einen Kurszuwachs von jeweils deutlich mehr als 80 Prozent. Auch die Anteilsscheine von Infineon zählten wie schon 2009 zu den gefragtesten Werten. Ein Plus von knapp 80 Prozent steht bei den Papieren des Halbleiterkonzerns 2010 zu Buche. Am Donnerstag notierten sie am Ende mit minus 0,9 Prozent. Die Papiere der beiden Versorger Eon und RWE schlugen sich am letzten Handelstag des Jahres besser als der Gesamtmarkt. Erstere verloren 0,1 Prozent und letztere sanken um 0,5 Prozent. 2010 waren sie mit Kurseinbußen von jeweils mehr als 20 Prozent die größten Verlierer im deutschen Leitindex.

Am deutschen Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere am letzten Handelstag des Jahres auf 2,51 (Vortag: 2,55) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,18 Prozent auf 124,96 Punkte. Der Bund Future legte 0,43 Prozent auf 125,31 Punkte zu. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3280 (1,3136) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7530 (0,7613) Euro. Tsp

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