So war der Tag : 7000 Punkte in Sicht

Schwache US-Konjunkturdaten haben den Aufschwung des Dax am Donnerstag vorübergehend gebremst. Er bröckelte bis zum Abend bis auf 6919 Punkte ab, nachdem er zuvor auf bis zu 6949 Zähler gestiegen war. Er schloss bei 6941 Punkten (plus 1,3 Prozent). „Die Zahlen sind zwar etwas enttäuschend, aber kein Beinbruch“, sagte Volkswirt Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus. Er gehe daher nicht davon aus, dass die Kurse deutlich nachgäben.

Der M-Dax legte um ein Prozent auf 10 528 Punkte zu, der Tec-Dax stagnierte auf dem Vortagesniveau von 773 Punkte.

Die Bauausgaben in den USA sind im Januar überraschend zurückgegangen. Sie seien um 0,1 Prozent gefallen, teilte das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 1,0 Prozent gerechnet, nachdem es im Dezember sogar einen Anstieg um 1,4 Prozent gegeben hatte. Grund für den leichten Rückgang ist die Zurückhaltung des unter Sparzwangs stehenden Staates: Er gab 0,2 Prozent weniger für Baumaßnahmen aus.

Der Markt habe die am Vortag negativ aufgenommene Rede von US-Notenbankchef Ben Bernanke inzwischen verdaut und konzentriere sich nun wieder voll auf die positiven Liquiditätseffekte des EZB-Dreijahrestenders, kommentierte Frank Schneider von Alpha Wertpapierhandel die positive Stimmung an der Börse. „Für die ohnehin hohe Liquidität im Markt gibt es reichlich Anlagebedarf.“

Unter den Einzelwerten waren Aktien von Volkswagen nach Zahlen der Tochter Audi einer der größten Gewinner im Dax mit einem Kursplus von 2,2 Prozent. Nach der Vorlage von Geschäftszahlen drehten Beiersdorf-Papiere nach anfänglich leichten Kursverlusten in die Gewinnzone und verbuchten zuletzt ein Plus von 1,2 Prozent. Schwächster Wert im Dax war Metro mit einem Kursverlust von 1,6 Prozent.

Starke Kursschwankungen gab es bei den großen Nebenwerten im M-Dax bei den Papieren des Arzneimittelherstellers Stada, der völlig unerwartet Zahlen präsentierte. Die Titel landeten zuletzt auf dem Vortagesschluss. Die Ergebnisse seien nach der Gewinnwarnung im vergangenen September nicht mehr sonderlich überraschend, sagten Beobachter. Die Papiere von Pro Sieben Sat 1, die nach Zahlen zeitweilig Indexführer gewesen waren, standen am Abend noch mit 1,6 Prozent im Plus. Die Titel des Reifenherstellers und Automobilzulieferers Continental legten nach der Bilanzvorlage um 2,1 Prozent zu.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,50 (Mittwoch: 1,49) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,16 Prozent auf 131,13 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,38 Prozent auf 139,37 Punkte. Der Kurs des Euro ging zurück. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3312 (Vortag: 1,3443) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7512 (0,7439) Euro. Tsp

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