So war der Tag : Abwärts

Aufgeschreckt durch enttäuschende Konjunkturdaten aus China haben Aktienanleger am Donnerstag weltweit Kasse gemacht. Rund um den Globus gingen die Börsen auf Talfahrt. Am härtesten traf es den Nikkei. Der japanische Leitindex brach um gut 1100 Punkte oder 7,3 Prozent auf 14 483 Zähler ein. Auch in Europa gaben die Kurse auf breiter Front nach.

Dax und Euro-Stoxx 50 fielen in der Spitze um jeweils knapp drei Prozent. Der Dax notierte zum Handelsschluss bei 8351 Punkten (minus 2,1 Prozent). Der M-Dax rutschte um 1,9 Prozent auf 13 982 Punkte ab, der Tec-Dax verlor 1,5 Prozent auf 960 Punkte. Die US-Börsen starteten ebenfalls schwächer in den Handel. Der Goldpreis stieg vorübergehend über die Marke von 1400 Dollar.

„Das Ausmaß der Kursbewegung ist zwar erheblich, bislang aber nicht alarmierend“, betonte Ian Richards, Chef-Aktienstratege der BNP Paribas. „Ein schlechter Tag, gewiss. Es ist aber zu früh, um daraus den Beginn eines neuen Trends abzuleiten.“ Die wachsende Verunsicherung der Aktienanleger ließ sich auch an den Volatilitätsindizes V-Dax und V-Stoxx ablesen. Sie schossen in der Spitze um etwa 20 Prozent in die Höhe.

Zu den größten Verlierern unter den europäischen Aktien gehörten die Finanzwerte, die gewöhnlich überdurchschnittlich stark auf Bewegungen des Gesamtmarktes reagieren. Der Banken- und der Versicherungs-Index fielen jeweils um knapp drei Prozent. Die Titel der Deutschen Bank gaben um 3,4 Prozent nach. Auf der Hauptversammlung baten die beiden Bank-Chefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen die Aktionäre um Geduld beim eingeleiteten Kulturwandel. Unter Verkaufsdruck standen zudem die Autobauer, die in den vergangenen Wochen überdurchschnittlich zugelegt hatten und für die China ein wichtiger Absatzmarkt ist. BMW, Daimler und Volkswagen verloren zwischen 2,6 und 3,3 Prozent.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 1,12 Prozent am Vortag auf 1,11 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,04 Prozent 134,98 Punkte. Der Bund Future kletterte um 0,24 Prozent auf 144,64 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihn auf 1,2888 (Mittwoch: 1,2923) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7759 (0,7738) Euro. Tsp

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